Humänner polieren Heimbilanz noch einmal auf

21. März 2016

Volleyball-in-Essen-9
400 Zuschauer sehen spannendes Spiel und den 3:2-Sieg über SF Aligse.

VV Humann – SF Aligse 3:2
Sätze: 25:21, 21:25, 17:25, 25:19, 15:12.

VV Humann: Lau. Hußmann, Wojtczak, Gawryluk, B. Ketelsen, Hildebrand, Schroer, Lemke, T. Ketelsen, Dißmann, Wiesche, L. Hußmann, Holthausen, Hütte.
Zuschauer: 400. Spieldauer: 134 Minuten

Nach dem letzten Heimspiel der Saison, das ist Brauch, wird gefeiert. Die Humänner hatten am Samstagabend auch allen Grund dazu. „Das war ein cooles Volleyballspiel“, fasste Humann-Cheftrainer Jens Bräkling das über zweistündige Geschehen auf dem Spielfeld in der Wolfskuhle zusammen. Wörtlich darf man „cool“ aber nicht nehmen, denn gut 400 Zuschauer (Saisonrekord) auf den Rängen machten mächtig Radau. Sie bekamen ja auch einiges geboten. „Es standen sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe gegenüber, die beide sehr gut verteidigten“, erklärte Bräkling. Die Folge: Nur selten wurde ein Punkt schnell verteilt. Meist gab es sehr lange, hart umkämpfte Ballwechsel. Und davon entschieden die Humänner im ersten Durchgang die meisten für sich. Die beiden folgenden Sätze holte sich Aligse. Der guten Heimbilanz der Humänner drohten ein paar Kratzer. Jens Bräkling stellte um, brachte Tobias Schroer (Annahme), Routinier Sebastian Lemke (Libero) und Thomas Wojtczak. Eine Maßnahme, die Erfolg brachte. Die Abwehr der Essener stand wieder besser. Zunächst erzwangen die Gastgeber zur Freude ihrer Fans mit dem 25:19 im vierten Satz den Tiebreak, den sie schließlich auch noch gewannen und so die Stimmung auf den Siedepunkt schnellen ließen.

Aus seinem Team wollte Jens Bräkling keinen Spieler besonders hervorheben. Das musste allerdings andere bei der Wahl des MVP (engl. most valuable player/dt. wertvollster Spieler) der Partie. Bei Essen fiel die Wahl auf den 29-jährigen Mittelblocker David Wiesche. „Zu recht. Er hätte es auch schon in den Spielen zuvor mal verdient gehabt. Es freut mich für ihn“, stimmte Bräkling der Wahl ausdrücklich zu.

Bei Freibier saßen die Humänner mit den Gästen aus Niedersachsen noch bis in die Nacht zusammen. Dabei wird es voraussichtlich Anfang April bereits ein Wiedersehen geben. Dann bestreiten die SF Aligse ihr letzten Heimspiel der Saison. Zeitgleich sind die Humänner im 40 Kilometer entfernten Braunschweig zu Gast. „Die Aligser haben uns eingeladen, zum Feiern vorbeizukommen“, erzählt Jens Bräkling.

derwesten.de – Dietmar Mauer