Humann kann das Momentum nicht nutzen

7. März 2016

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VV Humann – FC Schüttorf 09 1:3

Sätze: 19:25, 27:25, 20:25, 13:25.
Humann: Lau. Hußmann, Wojtczak, Gawryluk, B. Ketelsen, Hildebrand, Schroer, Schneider, T. Ketelsen, Wische, Lu. Hußmann, Holthausen.
Spieldauer: 95 Minuten.

Die Aussichten des VV Humann in der Abschlusstabelle der 2. Volleyball-Bundesliga den dritten Platz zu belegen, haben einen Dämpfer erhalten. Gegen den FC Schüttorf unterlagen die Essener am Freitag klar mit 1:3, und bei TuB Bocholt setzten sie sich nach einem 1:2-Satzrückstand noch mit 3:2 (25:22, 22:25, 25:13, 23:25, 11:15 – Bericht folgt) durch. Damit holte der VVH lediglich zwei von sechs möglichen Punkten an diesem Doppelspieltag.

„Wir müssen in jedem Spiel an unser Leistungslimit kommen, wenn wir eine reelle Chance auf den Sieg haben wollen.“ Mit dieser mantramäßig vorgetragenen Erkenntnis weist VVH-Trainer Jens Bräkling seit Saisonbeginn darauf hin, dass seiner jungen Mannschaft nichts in den Schoß falle. Wie es indes aussieht, wenn das Team an einem Spieltag nur ganz sporadisch das Potenzial ausschöpft, bekamen die Besucher der Partie gegen Schüttorf zu sehen.

Gegen die körperlich klar überlegenen Gäste, die hauptsächlich auf Importspieler setzen, hielt der VVH zu Beginn zwar noch gut mit, doch gegen Ende des ersten Satzes mussten die Gastgeber abreißen lassen. Die Folge: nach einem 18:18-Zwischenstand gaben die Hausherren den Abschnitt mit 19:25 ab.

Probleme hatten die Humänner dabei vor allem mit drei Akteuren des FCS, den beiden Polen Bartlomiej Podgorski und Damian Domonik sowie US-Boy Matthew Stork, der am Ende zum wertvollsten Spieler der Partie gewählt wurde. Das Trio stellte den VVH immer wieder vor unlösbare Aufgaben. „Schüttorf hat das phasenweise richtig gut gemacht, aber wir haben halt diesmal auch einen gebrauchten Tag erwischt. Das ist zwar schade, kommt aber vor“, kommentierte Trainer Jens Bräkling.

Auch im zweiten Satz bekam Humann kaum Kontrolle über das Spiel, lag scheinbar hoffnungslos mit sechs, sieben Punkten hinten. Mit Einsatz, Kampf und auch Fortune pirschte sich der VVH aber Punkt für Punkte heran, wehrte einen Satzball ab und setzte sich noch mit 27:25 durch – die Zuschauer johlten und die Wolfskuhle tobte. Letztlich aber war es einfach nicht der Tag der Humänner. Sie schafften es nicht das Momentum zu nutzen, gaben Durchgang drei nach einem 0:6-Rückstand mit 20:25 ab und fielen im vierten Abschnitte (13:25) dann auseinander.

Doch typischerweise konnte der VVH auch in solchen Begegnungen für Lichtblicke sorgen. So feierte der Noch-Jugendliche Sascha Schneider seine Premiere im Zweitliga-Team und unterstrich mit einer guten Leistung erneut die herausragende Jugendarbeit der Essener.

derwesten.de – Christian Schwarz