VV Humann triumphiert über Spitzenreiter

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So schnell kann’s gehen: Noch vor zwei Wochen drohte den Zweitliga-Volleyballern des VV Humann als Drittletztem ein vermeintlich langer Kampf um den Klassenerhalt. Doch nun, drei Spiele und drei Siege später, ist der VVH auf dem Weg ins obere Tabellendrittel.

Beim vollkommen überraschenden 3:1-Erfolg über die TSG Solingen Volleys fügten die Essener dem zuvor ungeschlagenen Spitzenreiter am zehnten Spieltag die erste Niederlage zu. „Einfach irre. Aber wir hatten den besseren Plan, haben gut gespielt und verdient gewonnen“, bilanzierte VVH-Coach Jens Bräkling nach dem Coup, dessen Wahrscheinlichkeit zuvor gen Null tendiert hatte. Denn während Humann eine Teenager-Combo ins Rennen schickte, die fast komplett aus dem eigenen Nachwuchs entstammt, baut Solingen auf eine gecastete Truppe mit reichlich Erstliga-Erfahrung.

Schon ein gewonnener Satz hätte Humann im Vorfeld glücklich gemacht, über einen gewonnenen Punkt wären die Essener schier aus dem Häuschen gewesen. Aber dass sie den Favoriten tatsächlich klar bezwingen und sich alle drei Zähler sichern würden, das hatten sie nicht wirklich für möglich gehalten. „Für uns ist Solingen quasi so etwas wie Bayern München in der Fußball-Bundesliga“, meinte Jens Bräkling.

Doch der VVH bot der vermeintlichen Übermannschaft von Beginn an die Stirn, machte ein sensationelles Spiel und ließ sich noch nicht einmal vom Ausfall seines effektivsten Angreifers aus der Bahn bringen. Denn nachdem Jan Holthausen im zweiten Satz ganz böse umgeknickt war, wechselte kurzerhand „Strippenzieher“ Brar Ketelsen auf die Diagonalposition – und lieferte auch hier eine schier überragende Leistung ab.

So setzten sich die Humänner in den ersten beiden Sätzen jeweils mit 25:23 durch, und nicht nur die Solinger rieben sich verwundert die Augen. Auch der eigene Anhang staunte nicht schlecht über den couragierten Auftritt, des gesamten Teams, das sich noch nicht einmal vom verlorenen dritten Durchgang (23:25) beeindrucken ließ.

„An einem normalen Tag kann sich die Partie genau hier komplett drehen“, meinte Jens Bräkling. Doch normal war an diesem Abend nicht wirklich viel.

VV Humann – TSG Solingen 3:1

Sätze: 25:23, 25:23, 23:25, 25:17.
Humann: Lau. Hußmann, Wojtczak, B. Ketelsen, Hildebrand, Lemke, T. Ketelsen, Dißmann, Wiesche, Lu. Hußmann, Holthausen, Meyer, Hütte.
Spieldauer: 109 Minuten.

Gesamtbälle: 98:88.
Zuschauer: 130.

derwesten.de – Christian Schwarz

30. November 2015

Liga-Favorit gibt sich die Ehre

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Nach den beiden deutlichen Erfolgen am Doppelspieltag der 2. Bundesliga stehen die Volleyballer des VV Humann beim Heimspiel gegen die TSG Solingen Volleys an diesem Samstag (19.30 Uhr, Wolfskuhle) wohl vor einer zu hohen Hürde. Die Gäste gelten als Übermannschaft des Unterhauses und als Titelfavorit noch ungeschlagen.

Beim 3:2 gegen DJK Delbrück haben die Solinger zuletzt zwar erstmals in dieser Saison einen Punkt abgegeben, doch einen Fingerzeig auf die Verwundbarkeit der Gäste sieht Jens Bräkling darin nicht. „Um gegen die TSG etwas zu holen, müssten wir weit über unserem Niveau agieren und bei Solingen darf nicht wirklich viel zusammenlaufen.“

Spitzenreiter gewarnt

Natürlich liebäugeln Außenseiter in einer solchen Situation stets mit einem Coup, und das ist bei Humann gewiss nicht anders. Dennoch wäre für Bräkling schon ein Satzgewinn „ein schöner Erfolg“. Schließlich haben die Humänner im Pokal vor einigen Wochen bereits mit 0:3 gegen die Volleys verloren, und auch in einigen Trainingsspielen waren sie dieem Gegner stets unterlegen.

Der jüngste Aufwärtstrend des VVH ist allerdings auch dem Widersacher nicht verborgen geblieben. „Sie sind gut drauf. Ich bin ohnehin ein Freund der Essener. Sie machen aus wenig viel und haben eine tolle Jugendarbeit“, zitiert die Solinger Presse den TSG-Coach Bernd Werscheck. Sein Team dürfe sich nicht zu sicher fühlen.

Bis auf Tobias Schroer, bei dem sich demnächst entscheidet, ob er am Meniskus operiert werden muss, tritt der VVH in Bestbesetzung an. „An der Grundvoraussetzung und der Rollenverteilung ändert das aber nichts“, sagt Jens Bräkling.

derwesten.de – Christian Schwarz

28. November 2015

VVH Wochenend-Vorschau

Regionalliga:
Moerser SC – VV Humann II (Sa., 16)
In Moers kommt es zum absoluten Spitzenspiel. Mit einem deutlichen Heimsieg kann der MSC den Spitzenreiter aus Steele wieder überholen. Den VVH, der mit voller Besetzung antreten kann, erwartet eine gut gefüllte Halle. Auswärts haben die Essener bislang die volle Punktzahl erzielt.

Oberliga:
VV Humann III – FS Duisburg (Sa., 16)
Der VVH will endlich den Negativtrend stoppen und gegen den Tabellenfünften mal wieder siegen. Trainer Christopher Lehmann muss dabei allerdings auf David und Jonas Löffel verzichten.

Oberliga Frauen:
SG Werth/Bocholt – VV Humann (Sa., 17.30)
Nach dem Derbysieg können die Humann-Damen weiter Boden in der Tabelle gutmachen. Die SG liegt nur drei Zähler vor den Essenerinnen. Der VVH muss auf die verletzte Gesa Tschuck verzichten. Dafür rückt Meike Neuhoff aus der zweiten Mannschaft in den Kader auf.

Verbandsliga:
TVE Vogelsang – VV Humann IV (Sa., 15)
Nach dem starken Auftritt gegen den Tabellenführer will der VVH beim sieglosen Schlusslicht nun endlich den ersten Sieg einfahren. Mit einem Dreier könnte der VVH sogar zum Relegationsplatz aufschließen.

(janhi)

27. November 2015

VV Humann schlägt auch Berlin

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Die Zweitliga-Volleyballer des VV Humann haben auch das zweite Spiel am vergangenen Doppelspieltag gewonnen. Nach einem 3:0-Sieg gegen TuB Bocholt folgte nun ein 3:1-Erfolg gegen den VCO Berlin.

VV Humann – VCO Berlin 3:1
Sätze: 22:25, 25:22, 26:24, 25:21.
Humann: Lau. Hußmann, Gawryluk, Wojtczak, B. Ketelsen, Hildebrand, Lemke, T. Ketelsen, Dißmann, Lu., Hußmann, Wiesche, Holthausen, Hütte.
Spieldauer: 108 Minuten.
Gesamtbälle: 98:92.

Die Volleyballer des VV Humann haben mit zwei Siegen am Doppelspieltag der 2. Bundesliga den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle hergestellt und den Vorsprung auf die bedrohte Zone auf nunmehr zehn Zähler ausgebaut. Dem 3:0-Erfolg über TuB Bocholt (wir berichteten) ließen die Essener tags darauf gegen VCO Berlin ein überraschendes 3:1 folgen.

„Wir haben schon gegen Bocholt ein sehr gutes Spiel gezeigt und konnten uns gegen Berlin sogar noch einmal steigern“, erklärte VVH-Coach Jens Bräkling im Anschluss an den Triumph über die Junioren-Nationalmannschaft des Jahrgangs 1997. „Der Gegner war zwar richtig stark, aber wir hatten stets die passenden Antworten parat und letztlich auch die nötige Qualität, um zu gewinnen.“

Zwar waren die Humänner den Berlinern, die mit gleich fünf Spielern mit einer Größe von über zwei Metern antraten, körperlich klar unterlegen, doch das machten sie mit Einsatz, Elan und Engagement zu jeder Zeit wett. Schon im ersten Satz waren die Essener gleichwertig, aber diesen Abschnitt sicherten sich noch die Gäste.

Danach aber kam Humann noch besser ins Rollen. Angeführt vom überragenden David Wiesche, der im Mittelblock den langen Berlinern regelmäßig den Zahn zog, gewann der VVH die folgenden Durchgänge mit 25:22, 26:24 und 25:21. „Gerade nach den drei Niederlagen, die wir vor dem Doppelspieltag kassiert haben, war es wichtig eine Reaktion zu zeigen, und das haben die Jungs wirklich bravourös gemacht“, kommentierte Bräkling. „Wenn wir diese Leistung stabil auch in den kommenden Wochen bringen, werden wir uns mit Sicherheit im Mittelfeld der Tabelle halten können. Allerdings haben wir eine sehr junge Mannschaft, der man Schwankungen auch verzeihen muss.“

Ob ein ähnlich guter Auftritt schon reicht, um am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Wolskuhle) den dritten Sieg in Serie zu feiern, darf jedoch durchaus bezweifelt werden. Denn dann empfangen die Humänner mit den TSG Volleys Solingen, den bisher ungeschlagenen Tabellenführer. Und die Solinger, so Bräkling, „sind noch einmal eine ganz andere Hausnummer als Bocholt oder Berlin.“

derwesten.de – Dieter Meier

24. November 2015

6 – Setzen…!

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VV-Humann Essen hat sich am Doppelspieltag von der bedrohlichen Tabellenregion distanziert und zum Mittelfeld aufgeschlossen.

Im Duell mit dem Tabellennachbarn aus dem südlichen Münsterland riefen die Essener zunächst am Samstag eine starke Leistung ab und beendeten so die Serie von zuvor drei Niederlagen am Stück. „Die Jungs haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten und permanent auf einem sehr hohem Level gespielt“, so Trainer Jens Bräkling. Angeführt vom exzellent aufgelegten Zuspieler Brar Ketelsen dominierten die Humänner vom Start weg. Im Eilverfahren holten sie sich den ersten Satz, auch in den Durchgängen zwei und drei machte der VVH relativ kurzen Prozess. „Wir haben ja auch zuletzt meist ordentlich gespielt und uns nicht von den Ergebnissen verrückt machen lassen“, meinte Jens Bräkling zum abgezockten Auftritt seines jungen Teams.

Eine nochmalige Steigerung gelang der Humann-Sechs dann am frühen Sonntagabend. Gegen die Junioren-Nationalmannschaft vom VCO Berlin passte fast alles! Zunächst konnten die körperlich überlegenen Hauptstädter (Durchschnittsgröße über 2 m) den ersten Satz noch für sich verbuchen. Doch dann erwachte, angefeuert von den begeisterten Zuschauern, das Essener Kämpferherz. Mit einer geringen Fehlerquote und sehr variablem Spiel stellten die Gastgeber ihren Gegner mehr und mehr vor Probleme. Die Annahme stand trotz guter Aufschläge sicher und im Zuspiel bestand dadurch die Möglichkeit, sämtliche Angreifer einzusetzen. Diese wiederum sorgten, mal spektakulär mit wuchtigen Angriffen, mal raffiniert mit kurzen Finten, für die nötige Punktausbeute. Und, sofern die Berliner zu eigenen Angriffen kamen, hatte häufig der Essener Block noch seine Hände im Spiel oder die Feldabwehr rettete den Ball. Das alles mit einer bemerkenswerten Konstanz, so dass am Ende ein verdienter 3:1 Sieg (22:25, 25:22, 26:24, 25:21) zu Buche stand.

Bocholt ist nun überholt, VCO Berlin eingeholt und der Abstand auf den einzigen Abstiegsplatz auf zehn Zähler angewachsen. Doch nicht nur das Ergebnis, sondern die Art des Auftritts sorgte beim Trainer für Zuversicht für die kommenden Aufgaben: „Für uns ist es wichtig, dass wir in den kommenden Wochen diese Stabilität in unserem Spiel behalten.“

C. Hußmann

23. November 2015

VVH Berichte vom Wochenende

Regionalliga:
VV Humann II – VC Minden 3:0 (25:23, 25:17, 25:16)
Mit einer geschlossenen Mannschaftsleitung sicherten sich die Humänner drei ungefährdete Punkte gegen die Ostwestfalen und schafften es dabei sogar allen Spielern Spielanteile zu geben. Da Spitzenreiter Moers überraschend beim Vorletzen unterlag kletterten die Humänner auf den ersten Platz und haben nun vor dem Spitzenspiel drei Zähler Vorsprung auf den Kontrahenten.

Oberliga:
VV Humann III – TV Hörde II 0:3 (21:25, 18:25, 21:25)
Auch gegen den Tabellenführer konnten die Essener das Ruder nicht herumreißen und kassierten die vierte Pleite am Stück. Gegen die Dortmunder hielten die Gastgeber das Niveau nur phasenweise und unterlagen somit verdient. Aktuell belegt der letztjährige Meister dadurch nur den Relegationsplatz.

Oberliga Frauen:
VV Humann – Tusem 3:2 (21:25, 18:25, 25:19, 25:22, 15:7)
Die Tusem-Sechs sah lange Zeit wie der sichere Sieger aus und führte in der Wolfskuhle bereits 2:0. Die Gastgeberinnen kamen aber im dritten Durchgang besser ins Spiel und schafften noch den Ausgleich. Im Entscheidungssatz funktionierte bei den Gästen fast nichts mehr und so erspielte sich der VVH mit druckvollen Aufschlägen eine vorentscheidende 10:1-Führung. Freya Kretzmer und Rachel Mende zeigten beim Sieg über ihr ehemaliges Team eine starke Leistung.

Verbandsliga:
VV Humann IV – RE Schwelm 2:3 (23:25, 22:25, 25:21, 25:20, 9:15)
Die jungen Humänner waren für den Tabellenführer vier Sätze lang ein ebenbürtiger Gegner und verdienten sich so einen unerwarteten Punkt. Dabei kamen die Gastgeber nach einem unglücklichen 0:2-Rückstand noch einmal zurück und mussten sich erst im Tiebreak geschlagen geben. Diagonalangreifer Laurenz Penther punktete mit vielen Assen und war gemeinsam mit Mats Ikemann bester Punktesammler für den VVH.

(janhi)

23. November 2015

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