VV Humann Essen erkämpft sich Heimsieg gegen Hürth

23. November 2016

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Doppelspieltag beginnt mit 1:3-Niederlage in Frankfurt, doch mit dem anschließenden 3:1 behauptet das Team von Trainer Bräkling Rang sechs.

Lange Zeit sah es für die Zweitliga-Volleyballer des VV Humann danach aus, als würden sie an diesem Doppelspieltag der 2. Bundesliga nach zuvor vier Siegen in Serie komplett ohne Punkte bleiben. Gegen das Volleyball-Internat Frankfurt verloren sie mit 1:3 (25:22, 23:25, 25:17, 25:16), im Heimspiel gegen den TVA Hürth mühten sich die Humänner dann ab, landeten aber nach fast zwei Stunden doch noch einen 3:1 (23:25, 26:24, 25:14, 25:20)-Erfolg und festigten damit Platz sechs in der Tabelle.

„Die jungen Frankfurter haben ein richtig starkes Spiel gemacht, während wir nicht an unsere guten Leistungen aus den Vorwochen anknüpfen konnten. Deshalb geht das Ergebnis voll in Ordnung“, erklärte Humann-Trainer Jens Bräkling nach der Niederlage im Hessenland gegen die Juniorennationalmannschaft, die ihren ersten Heimsieg in der laufenden Saison feierte. Die Talente aus dem Internat hatten einfach einen besseren Tag erwischt als die Gäste. „Vor allem unsere Angriffe aus der Abwehr heraus und nach einer etwas schwächeren Annahme waren um Welten besser als in die Woche zuvor“, fanden die Frankfurter.
Auch gegen Hürth hatte der VVH anfangs große Probleme

Zwar kämpften sich die Humänner nach verlorenem ersten Satz (22:25) mit einem 25:23 im zweiten Durchgang zurück ins Spiel, doch letztlich war der Gegner schlichtweg konstanter und zeigte weniger Schwächen als die Essener. In den Sätzen drei und vier war Humann dann chancenlos.

Auch gegen den Aufsteiger TVA Hürth, der auf viele Bundesliga erfahrene Spieler setzt, hatte der VVH zunächst große Probleme und gab den ersten Satz folgerichtig mit 23:25 ab. Als die Gäste auch im zweiten Abschnitt lange führten, deutete sich der nächste Misserfolg der Humänner an diesem Doppelspieltag an. Doch nach einigen taktischen Umstellungen bewiesen die Hausherren wieder einmal ihre großen Comeback-Qualitäten.

„Auf einmal haben die Jungs angefangen, jeden Ball abzuwehren und stark zu blocken. Wir sind richtig ins Rollen gekommen, sodass ich dann zu keinem Zeitpunkt mehr das Gefühl hatte, dass wir das Spiel noch einmal aus der Hand geben könnten“, sagte VVH-Trainer Bräkling. Nach dem zerfahrenen Start setzten sich die Humänner am Ende relativ deutlich mit 3:1 durch.

VI Frankfurt – VVH 3:1. VVH: Lau. Hußmann, Wojtczak, Gawryluk, B. Ketelsen, Hildebrand, Schroer, Schneider, T. Ketelsen, Dißmann, Lu. Hußmann, Holthausen, Hütte. Gesamtbälle: 98:80. Dauer: 95 Minuten.

VVH – Hürth 3:1. VVH: Lau. Hußmann, Wojtczak, Gawryluk, B. Ketelsen, Hildebrand, Mücke, Schneider, T. Ketelsen, Dißmann, Lu. Hußmann, Holthausen, Meyer, Hütte. Gesamtbälle: 99:83. Dauer: 109 Minuten.

derwesten.de – Christian Schwarz