VV Humann hat nach glänzendem Start einfach nur Spaß

5. Oktober 2017

Drei Spiele, drei Siege – Tabellenführung. Fast erschreckend erfolgreich sind die Zweitliga-Volleyballer des VV Humann in die Saison gestartet. In der Liga feierten die Essener zuletzt beim FC Schüttorf einen klaren 3:0-Erfolg, und auch im Halbfinale des WVV-Pokals haben die leidenschaftlichen Amateure aus Steele ihre Serie fortgesetzt. Durch den 3:2-Triumph beim TV Hörde hat der VVH das Endspiel erreicht und tritt dort an diesem Sonntag (16 Uhr) beim Klassengefährten Moerser SC an.

„Es macht im Augenblick einfach nur Spaß, Trainer dieser Mannschaft zu sein“, sagt Humann-Coach Jens Bräkling, der selbst fast ein bisschen erstaunt ist über das, was seine Jungs da zurzeit von Woche zu Woche aufs Parkett zaubern. Denn so unterschiedlich die bisherigen Aufgaben auch waren, so selbstverständlich nahmen die Essener am Ende stets die Punkte mit.

Als klarer Außenseiter fertigten die Humänner den Titelfavoriten aus Giesen mit 3:0 ab, den Underdog aus Hürth nahmen sie beim 3:1 nicht auf die leichte Schulter, und bei den mit gleich sechs Importspielern angetretenen Schüttorfern agierten sie im ganz Stile einer großen Mannschaft: Der VVH lag in jedem Satz recht lange hinten, war im entscheidenden Augenblick dann aber zur Stelle und setzte sich letztlich mit 3:0 durch.

„In den vergangenen beiden Jahren hätten wir sicherlich nicht alle drei Meisterschaftsspiele gewonnen und erst recht nicht in dieser Art und Weise “, unterstreicht Jens Bräkling, der im Auftreten seines Teams einen deutlichen Entwicklungsprozess erkennt. „Es ist ganz klar von Vorteil, dass wir nun schon in der dritten Saison mit einem fast identischen Kader spielen. Das zahlt sich halt in den Leistungen und Ergebnissen aus.“

Doch nicht nur die spielerischen Fortschritte als Mannschaft begeistern den Coach. Jens Bräkling hat auch einen gewissen Mentalitätswechsel ausgemacht. „Jeder der Jungs ist unglaublich heiß. Das macht sich bereits im Training bemerkbar. Ein solche Intensität und einen so enorm hohen Ehrgeiz hatten wir bisher jedenfalls nicht“, berichtet der erst 31-jährige Trainer. Fast schon verbissen würde es manchmal auch in den Übungseinheiten zugehen, wenn hinten heraus mannschaftsinterne Spiele anstehen.

Als es im Pokal-Halbfinale beim Drittliga-Spitzenreiter in Hörde nach einer 2:0-Satzführung für den VVH noch einmal eng wurde, weil die Gastgeber zum 2:2 ausglichen, zeigte Humann erneut Stabilität und holte sich den fünften Durchgang mit 15:13. „Auch das muss man erst einmal schaffen“, kommentierte Bräkling. Denn es sei alles andere als leicht, ein vermeintlich schon gekipptes Spiel noch einmal zu drehen. „Egal, ob man in der Außenseiter- oder in der Favoritenrolle ist.“

In den kommenden Wochen gehe es für Humann nun darum, das bisher hohe Niveau konstant zu halten. Erst danach, so Trainer Bräkling, könne man besser einschätzen, wohin der Weg den VV Humann in dieser Spielzeit noch so führen könnte. Doch für all jene, die jetzt möglicherweise träumen, eines vorab: Am 1. November ist der Stichtag für die Vorlizenzierung zur Erstliga-Saison 2018/19. „Erst wenn wir uns auch in den nächsten Begegnungen weiterhin schadlos halten“, sagt Jens Bräkling, „werden wir uns wohl auch mit diesem Thema beschäftigen.“

waz.de
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