VV Humann verpasst Überraschung knapp

28. September 2015

cache_2446874308

VV Humann – VC Bitterfeld-Wolfen 1:3

VVH: La. Hußmann, Wojtczak, B. Ketelsen, Hildebrand, T. Ketelsen, Dißmann, Wiesche, Lu. Hußmann, Holthausen, Hütte.
Sätze: 22:25, 23:25, 25:16, 21:25.
Gesamtbälle: 91:91.
Spieldauer: 99 Minuten.
Zuschauer: 210.

Die Zweitliga-Volleyballer des VV Humann sind mit einer 1:3-Niederlage gegen den VC Bitterfeld-Wolfen in die neue Saison gestartet. Schon der gewonnene Satz ist aller Ehren wert, doch die Essener ärgerten sich letztlich darüber, eine noch größere Überraschung verpasst zu haben.

Gegen einen der vier großen Aufstiegskandidaten fehlte den Gastgebern schon im ersten Durchgang lediglich etwas Abgezockheit, um aus einem engen Satz einen gewonnenen zu machen. Auch im zweiten Abschnitt war es bis zum Schluss knapp, ehe eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung dafür sorgte, dass der VVH den Satz abgab. Das Bittere daran: „Beide Mannschaften haben es anders gesehen“, berichtet Humann-Trainer Jens Bräkling. Nur half das letztlich den Humännern nichts.

Aber auch das 0:2 sorgte nicht dafür, dass sich die Essener mit ihrer prognostizierten Rolle als klar unterlegenes Team abfinden wollten. Vielmehr wirkten sie in der Folge sogar eher angestachelt vom bisher unglücklichen Verlauf der Partie. Und weil die der VVH nun noch besser ins Rollen kamen, holten sie sich den Durchgang mit 25:16 mehr als deutlich.

„Zumindest ein Punkt wäre schön gewesen. Wir können zwar noch besser spielen, aber für einen Saisonstart war das schon sehr ordentlich“, befand Bräkling. Doch aus einem zweiten gewonnenen Satz wurde es nichts für den VVH. Denn die Gäste aus Bitterfeld zogen im vierten Durchgang noch einmal an und setzen den Deckel auf diesen Partie, über die sich Humann nicht allzu lange ärgern dürften.

Zumal schon an diesem Montag (20 Uhr) in der Wolfskuhle das Finale im WVV-Pokal ansteht, zu dem die Humänner die TSG Solingen Volleys empfangen. Wie schon Bitterfeld so zählt auch Solingen zu den Titelfavoriten der 2. Liga. Doch sollten die Essener die Leistung vom Spiel gegen Bitterfeld bestätigen, dann ist eine Überraschung durchaus denkbar.

„Der Pokal hat auch im Volleyball seine eigenen Gesetzen. Und wenn wir gegen Solingen gewinnen können, dann am ehesten bei uns in der Halle“, meinte Jens Bräkling, der aber wohl auch dem ein oder anderen Nachwuchsspieler die Chance geben wird, auf höchstem Niveau Wettkampfpraxis zu sammeln.

Christian Schwarz – derwesten.de