VV Humann will weiter nach oben springen

Mit drei Siegen in Serie, darunter der Triumph über den zuvor ungeschlagenen Spitzenreiter Solingen, haben sich die Zweitliga-Volleyballer des VV Humann zuletzt aus dem Tabellenkeller ins gesicherte Mittelfeld katapultiert. Und bereits an diesem Wochenende bietet sich den Essenern mit der Auswärtspartie bei SF Aligse (Samstag, 20 Uhr) und dem Heimspiel gegen VI Frankfurt (Sonntag, 16 Uhr, Wolfskuhle) die Chance, noch weiter nach oben zu springen.

„Wichtig wird sein, wie gut es uns gelingt, die Leistungen der vergangenen Vergleiche zu bestätigen“, erklärt Humann-Trainer Jens Bräkling und hofft, dass sein Team die jüngste Entwicklung fortsetzen wird.

Dabei mithelfen wird wohl auch Hauptangreifer Jan Holthausen, der beim Sieg über Solingen im zweiten Satz verletzt vom Feld musste. Am Donnerstag konnte der 21-jährige Diagonalspieler zumindest eine gute Stunde trainieren, so dass seinem Einsatz nichts im Wege stehen dürfte. Etwas anders sieht es da bei Tobias Schroer aus, der in den kommenden Tagen am Meniskus operiert werden muss. „Und erst danach wird man abschätzen können, wie lange er fehlt“, so Bräkling.

Am Samstag reisen die Essener nach Lehrte zu den Sportfreunden aus Aligse ins Tollhaus der Liga. „Wir freuen uns besonders auf den Samstag. Die Halle in Aligse ist immer voll und laut und die Spiele immer eng und emotional. Man merkt, dass der gesamte Verein viel Leidenschaft und Herzblut in das Projekt Bundesliga Volleyball steckt“, so erwartet Humann Trainer Bräkling auch am Samstagabend einen intensiven Schlagabtausch.

Tags drauf schlägt dann das Volleyball Internat Frankfurt in der Wolfskuhle auf. Zwar konnten die jungen Talente in dieser Saison noch kein Spiel für sich entscheiden, doch die Humänner sind gewarnt. Die Internatler werden technisch sehr gut geschult und sind taktisch immer perfekt eingestellt. In den vergangen zwei Jahren haben die Humänner alle vier Vergleiche deutlich verloren, das soll sich am Sonntag ändern.

derwesten.de

5. Dezember 2015

VVH Berichte vom Wochenende

Regionalliga:
Moerser SC – VV Humann II 1:3 (29:27, 21:25, 22:25. 25:27)
Mit einer starken Leistung haben die Humänner ihr Spitzenposition verteidigt. Mit 22 von möglichen 24 Zählen hat der VVH nun vier Punkte Vorsprung auf Verfolger Düsseldorf/Ratingen und liegt sechs Punkte vor Gegner Moers. Vor allem in der Abwehr zeigten die Essener, die kurzfristig noch zwei Verletzte ersetzen mussten, viel Biss und zogen so den ambitionierten Gastgebern die Zähne. Dabei ließen sie sich auch nicht durch den knapp verlorenen ersten Durchgang aus der Ruhe bringen.

Oberliga:
VV Humann III – FS Duisburg 2:3 (20:25, 25:22, 22:25, 25:21, 10:15)
Zwar reichte es für die Humänner wieder nicht zum Sieg, doch anders als in den letzten Partien sprang für die Gastgeber, die zweimal die Gäste-Führung egalisierten, zumindest ein Zähler heraus. Im Tiebreak gaben die Gastgeber den Sieg unnötig aus der Hand, denn beim Seitenwechsel lagen beide Mannschaften noch gleich auf.

Oberliga Frauen:
SG Werth/Bocholt – VV Humann 3:0 (25:13, 27:25, 25:21)
Der VVH erwischte einen schwachen Start und war in den Durchgängen eins und drei chancenlos. „Vor allem gegen die gegnerische Mitte haben wir keine Mittel gefunden“, bedauerte Humann-Trainerin Katja Taulien. Im zweiten Satz verpasste ihr Team die Möglichkeit auf den Ausgleich und rutschte somit auf einen Abstiegsplatz ab.

Verbandsliga:
TVE Vogelsang – VV Humann IV 0:3 (21:25, 27:29, 22:25)
Dem jungen Humann-Team gelang beim Tabellenletzten der erhoffte erste Saisonerfolg. Die Essener kamen gut aus den Startlöchern, führten früh mit 12:4 und sicherten sich die Führung. In der entscheidenden Phase von Durchgang zwei behielten sie die Nerven und wehrten gegnerische Satzbälle ab. In der Endabrechnung leisteten sich die Gäste weniger Fehler und schlossen damit zum Relegationsplatz auf.

(janhi)

30. November 2015

VV Humann triumphiert über Spitzenreiter

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So schnell kann’s gehen: Noch vor zwei Wochen drohte den Zweitliga-Volleyballern des VV Humann als Drittletztem ein vermeintlich langer Kampf um den Klassenerhalt. Doch nun, drei Spiele und drei Siege später, ist der VVH auf dem Weg ins obere Tabellendrittel.

Beim vollkommen überraschenden 3:1-Erfolg über die TSG Solingen Volleys fügten die Essener dem zuvor ungeschlagenen Spitzenreiter am zehnten Spieltag die erste Niederlage zu. „Einfach irre. Aber wir hatten den besseren Plan, haben gut gespielt und verdient gewonnen“, bilanzierte VVH-Coach Jens Bräkling nach dem Coup, dessen Wahrscheinlichkeit zuvor gen Null tendiert hatte. Denn während Humann eine Teenager-Combo ins Rennen schickte, die fast komplett aus dem eigenen Nachwuchs entstammt, baut Solingen auf eine gecastete Truppe mit reichlich Erstliga-Erfahrung.

Schon ein gewonnener Satz hätte Humann im Vorfeld glücklich gemacht, über einen gewonnenen Punkt wären die Essener schier aus dem Häuschen gewesen. Aber dass sie den Favoriten tatsächlich klar bezwingen und sich alle drei Zähler sichern würden, das hatten sie nicht wirklich für möglich gehalten. „Für uns ist Solingen quasi so etwas wie Bayern München in der Fußball-Bundesliga“, meinte Jens Bräkling.

Doch der VVH bot der vermeintlichen Übermannschaft von Beginn an die Stirn, machte ein sensationelles Spiel und ließ sich noch nicht einmal vom Ausfall seines effektivsten Angreifers aus der Bahn bringen. Denn nachdem Jan Holthausen im zweiten Satz ganz böse umgeknickt war, wechselte kurzerhand „Strippenzieher“ Brar Ketelsen auf die Diagonalposition – und lieferte auch hier eine schier überragende Leistung ab.

So setzten sich die Humänner in den ersten beiden Sätzen jeweils mit 25:23 durch, und nicht nur die Solinger rieben sich verwundert die Augen. Auch der eigene Anhang staunte nicht schlecht über den couragierten Auftritt, des gesamten Teams, das sich noch nicht einmal vom verlorenen dritten Durchgang (23:25) beeindrucken ließ.

„An einem normalen Tag kann sich die Partie genau hier komplett drehen“, meinte Jens Bräkling. Doch normal war an diesem Abend nicht wirklich viel.

VV Humann – TSG Solingen 3:1

Sätze: 25:23, 25:23, 23:25, 25:17.
Humann: Lau. Hußmann, Wojtczak, B. Ketelsen, Hildebrand, Lemke, T. Ketelsen, Dißmann, Wiesche, Lu. Hußmann, Holthausen, Meyer, Hütte.
Spieldauer: 109 Minuten.

Gesamtbälle: 98:88.
Zuschauer: 130.

derwesten.de – Christian Schwarz

30. November 2015

Liga-Favorit gibt sich die Ehre

1798

Nach den beiden deutlichen Erfolgen am Doppelspieltag der 2. Bundesliga stehen die Volleyballer des VV Humann beim Heimspiel gegen die TSG Solingen Volleys an diesem Samstag (19.30 Uhr, Wolfskuhle) wohl vor einer zu hohen Hürde. Die Gäste gelten als Übermannschaft des Unterhauses und als Titelfavorit noch ungeschlagen.

Beim 3:2 gegen DJK Delbrück haben die Solinger zuletzt zwar erstmals in dieser Saison einen Punkt abgegeben, doch einen Fingerzeig auf die Verwundbarkeit der Gäste sieht Jens Bräkling darin nicht. „Um gegen die TSG etwas zu holen, müssten wir weit über unserem Niveau agieren und bei Solingen darf nicht wirklich viel zusammenlaufen.“

Spitzenreiter gewarnt

Natürlich liebäugeln Außenseiter in einer solchen Situation stets mit einem Coup, und das ist bei Humann gewiss nicht anders. Dennoch wäre für Bräkling schon ein Satzgewinn „ein schöner Erfolg“. Schließlich haben die Humänner im Pokal vor einigen Wochen bereits mit 0:3 gegen die Volleys verloren, und auch in einigen Trainingsspielen waren sie dieem Gegner stets unterlegen.

Der jüngste Aufwärtstrend des VVH ist allerdings auch dem Widersacher nicht verborgen geblieben. „Sie sind gut drauf. Ich bin ohnehin ein Freund der Essener. Sie machen aus wenig viel und haben eine tolle Jugendarbeit“, zitiert die Solinger Presse den TSG-Coach Bernd Werscheck. Sein Team dürfe sich nicht zu sicher fühlen.

Bis auf Tobias Schroer, bei dem sich demnächst entscheidet, ob er am Meniskus operiert werden muss, tritt der VVH in Bestbesetzung an. „An der Grundvoraussetzung und der Rollenverteilung ändert das aber nichts“, sagt Jens Bräkling.

derwesten.de – Christian Schwarz

28. November 2015

VVH Wochenend-Vorschau

Regionalliga:
Moerser SC – VV Humann II (Sa., 16)
In Moers kommt es zum absoluten Spitzenspiel. Mit einem deutlichen Heimsieg kann der MSC den Spitzenreiter aus Steele wieder überholen. Den VVH, der mit voller Besetzung antreten kann, erwartet eine gut gefüllte Halle. Auswärts haben die Essener bislang die volle Punktzahl erzielt.

Oberliga:
VV Humann III – FS Duisburg (Sa., 16)
Der VVH will endlich den Negativtrend stoppen und gegen den Tabellenfünften mal wieder siegen. Trainer Christopher Lehmann muss dabei allerdings auf David und Jonas Löffel verzichten.

Oberliga Frauen:
SG Werth/Bocholt – VV Humann (Sa., 17.30)
Nach dem Derbysieg können die Humann-Damen weiter Boden in der Tabelle gutmachen. Die SG liegt nur drei Zähler vor den Essenerinnen. Der VVH muss auf die verletzte Gesa Tschuck verzichten. Dafür rückt Meike Neuhoff aus der zweiten Mannschaft in den Kader auf.

Verbandsliga:
TVE Vogelsang – VV Humann IV (Sa., 15)
Nach dem starken Auftritt gegen den Tabellenführer will der VVH beim sieglosen Schlusslicht nun endlich den ersten Sieg einfahren. Mit einem Dreier könnte der VVH sogar zum Relegationsplatz aufschließen.

(janhi)

27. November 2015

VV Humann schlägt auch Berlin

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Die Zweitliga-Volleyballer des VV Humann haben auch das zweite Spiel am vergangenen Doppelspieltag gewonnen. Nach einem 3:0-Sieg gegen TuB Bocholt folgte nun ein 3:1-Erfolg gegen den VCO Berlin.

VV Humann – VCO Berlin 3:1
Sätze: 22:25, 25:22, 26:24, 25:21.
Humann: Lau. Hußmann, Gawryluk, Wojtczak, B. Ketelsen, Hildebrand, Lemke, T. Ketelsen, Dißmann, Lu., Hußmann, Wiesche, Holthausen, Hütte.
Spieldauer: 108 Minuten.
Gesamtbälle: 98:92.

Die Volleyballer des VV Humann haben mit zwei Siegen am Doppelspieltag der 2. Bundesliga den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle hergestellt und den Vorsprung auf die bedrohte Zone auf nunmehr zehn Zähler ausgebaut. Dem 3:0-Erfolg über TuB Bocholt (wir berichteten) ließen die Essener tags darauf gegen VCO Berlin ein überraschendes 3:1 folgen.

„Wir haben schon gegen Bocholt ein sehr gutes Spiel gezeigt und konnten uns gegen Berlin sogar noch einmal steigern“, erklärte VVH-Coach Jens Bräkling im Anschluss an den Triumph über die Junioren-Nationalmannschaft des Jahrgangs 1997. „Der Gegner war zwar richtig stark, aber wir hatten stets die passenden Antworten parat und letztlich auch die nötige Qualität, um zu gewinnen.“

Zwar waren die Humänner den Berlinern, die mit gleich fünf Spielern mit einer Größe von über zwei Metern antraten, körperlich klar unterlegen, doch das machten sie mit Einsatz, Elan und Engagement zu jeder Zeit wett. Schon im ersten Satz waren die Essener gleichwertig, aber diesen Abschnitt sicherten sich noch die Gäste.

Danach aber kam Humann noch besser ins Rollen. Angeführt vom überragenden David Wiesche, der im Mittelblock den langen Berlinern regelmäßig den Zahn zog, gewann der VVH die folgenden Durchgänge mit 25:22, 26:24 und 25:21. „Gerade nach den drei Niederlagen, die wir vor dem Doppelspieltag kassiert haben, war es wichtig eine Reaktion zu zeigen, und das haben die Jungs wirklich bravourös gemacht“, kommentierte Bräkling. „Wenn wir diese Leistung stabil auch in den kommenden Wochen bringen, werden wir uns mit Sicherheit im Mittelfeld der Tabelle halten können. Allerdings haben wir eine sehr junge Mannschaft, der man Schwankungen auch verzeihen muss.“

Ob ein ähnlich guter Auftritt schon reicht, um am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Wolskuhle) den dritten Sieg in Serie zu feiern, darf jedoch durchaus bezweifelt werden. Denn dann empfangen die Humänner mit den TSG Volleys Solingen, den bisher ungeschlagenen Tabellenführer. Und die Solinger, so Bräkling, „sind noch einmal eine ganz andere Hausnummer als Bocholt oder Berlin.“

derwesten.de – Dieter Meier

24. November 2015

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