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25:27 im ersten Satz als Weckruf

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Wie vom Coaching-Staff gefordert holten die Volleyballer des VV Humann Essen in der zweiten Bundesliga Nord zum Saisonstart drei Punkte in Hamburg. Das 3:1 beim Aufsteiger Eimsbütteler TV war letztlich ungefährdet, allerdings mit Luft nach oben für die ambitionierten Gäste, die durch mehr als zwanzig lautstarke eigene Fans unterstützt wurden.

Angeführt von Libero und Kapitän Tim Dißmann erzielte der VVH schnell das 8:4. Dank mutiger Aufschläge hielt der Vier-Punkte-Vorsprung bis zum 16:12, bevor Hamburg über die Mitte auf 18:17 herankam. Humann konterte mit klugem Blockspiel zum 22:18 und 24:21. Den Satzgewinn vor Augen vergaben die jungen Essener ihre folgenden Angriffschancen unkonzentriert, so dass der ETV überraschend das 25:27 schaffte.

Dieser Verlauf sorgte beim gesamten Team für einen Weckruf in Satz zwei. Bis zum 5:5 hielt die überzeugende ETV-Abwehr das Spiel ausgeglichen. Dann setzte Essen verstärkt seine Mittelblocker Simon Schröder und Neuzugang Kaspar Gröger ein (13:7). Nach spektakulärer Abwehr von Lukas Prions verwandelte Jonah Juditzki ebenso beeindruckend zum 21:13. Trainer Christoph Bielecki nutze die Situation zum Diagonalwechsel, um den U20-Akteuren Kylian Wenke und Niclas Dalquen (Zweitliga-Debüt) Spielanteile bis zum 25:16 zu geben.

Im dritten Satz war eine Aufschlagserie von Prions nötig, um den 3:7-Rückstand in ein 9:7 zu wandeln. Die Partie verflachte etwas, weil beide Mannschaften zurückhaltend agierten. Lediglich Silber-MVP Jannis Freude setzte Akzente beim ETV. Humann übernahm wieder die Initiative und zog auf 21:15 davon. Bei Aufschlag Peter Hoffmann wackelte Essen kurz (21:19). Diagonal Luc Lüftner verwandelte jedoch zwei anspruchsvolle Bälle zum 25:20.

Parallelen zum vorherigen Satz gab es im vierten Durchgang. Nach dem 5:8 kam der VVH erneut bei Service Prions in Schwung. Über 9:8 und 12:9 setzte Humann sich auf 16:12 ab, auch weil die Mitte geschickt von Zuspieler Fynn Bach bedient wurde. Die Essener Abwehr kämpfte kompromisslos. Bach mit krasser Rettungstat und der dynamische Gold-MVP Juditzki sorgten beim 20:15 für das Highlight des Spiels. Das 25:18 war nie gefährdet.

Chefcoach Bielecki ist froh über den im Ergebnis gelungen Saison-Start. Gleichzeitig blickt er nach vorn: „Wir haben in Block und Abwehr schon sehr gut gearbeitet und waren sehr präsent. Der erste Satz ist ärgerlich, weil wir eigentlich alles im Griff hatten. Wir haben aber hervorragend darauf reagiert, sind ruhig geblieben und am Ende souverän 3:1 gewonnen. Das ist das, was zählt. Im eigenen Side Out und im Aufschlag müssen wir noch zulegen in der Trainingswoche. Dann treffen wir mit den Tebu Volleys auf einen sehr motivierten Aufsteiger, der überraschend deutlich Köln geschlagen hat.“

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