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Am Ende war die Luft raus beim VV Humann

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Mit einer eindrucksvollen Vorstellung wurde der TV Rottenburg beim VV Humann Essen seiner Favoritenrolle in den Playoffs zur ersten Volleyball Bundesliga der Männer gerecht. Im ersten Viertelfinal-Spiel zwischen den beiden Top Four platzierten Zweitligisten gab es aus Essener Sicht ein 0:3 (24:26, 22:25, 17:25). Die Gäste vom Neckar, die als Zweiter der Süd-Staffel im Rückspiel am Ostersamstag Heimrecht gegen den Nord-Dritten haben, können den Halbfinal-Einzug bereits planen.

Der Break-Punkt zum 1:0 war bis kurz vor Ende die einzige Führung für Essen im ersten Satz. Rottenburg übte im Aufschlag massiven Druck aus. Der VVH bemühte sich um Ordnung. Auf der anderen Netz-Seite entschärfte der TVR, der durchweg mit Annahme- und Abwehr-Libero agierte, bis zum 4:10 nahezu alle Angriffe. Den um jeden Ball kämpfenden Humännern gelang über Simon Schröder und Jonah Juditzki dennoch das 17:17. Selbst die umstrittene Wertung zum 19:21 und das vermeintlich vorentscheidende 19:23 durch Moritz Rauber zwang den tapferen VVH nicht in die Knie. Mit Silber-MVP Juditzki am Service hatten die Gastgeber sogar Satzball. Umso bitterer, dass sie durch zwei Asse des überragenden Zuspielers Milan Kvrzic kalt erwischt wurden.

Mehr als 500 Zuschauer im Hexenkessel Wolfskuhle waren begeistert, als Lukas Prions in Satz zwei zum 6:2 verwandelte. Luc Lüftner und Schröder sicherten durch Angriff und Block das 11:8. Rauber und der ab jetzt sehr präsente Niklas Lichtenauer wendeten das Blatt zum 12:13. Essens Zuspieler Fynn Bach, der erneut überzeugte, heizte per Ass zum 16:14 die Stimmung weiter an. In der engen Crunchtime hatten die abgeklärten Gäste das Glück und das Können auf ihrer Seite. Obwohl Libero Tim Dißmann und Kollegen selbst die schwierigsten Bälle retteten, machten Gold-MVP Kvrzic und Lichtenauer im Duett den Sack zu.

Im dritten Durchgang verlor der VVH, jetzt in der Mitte mit Arne Redder für Moritz Finke, schnell den Anschluss (6:12). Humann lieferte weiterhin einen großartigen Fight, es blieb aber bei Reaktion statt Aktion. Die Dynamik des TVR in allen Elementen war offensichtlich. Auch der Diagonalwechsel bei Essen – Niklas Bach in seinem wahrscheinlich letzten Zweitliga-Heimspiel für F. Bach und Chris Schäperklaus für Lüftner – hielt den Trend nicht auf. Schäperklaus aktivierte mit seinem Ass zum 13:19 das Publikum ein letztes Mal. Am Ende war die Luft raus beim jungen VVH-Team, das über zwei Sätze richtig gut performte. Mit seiner überragenden Block-/ Feldabwehr räumte der Favorit aber jede Humann-Chance ab.

Trainer Christoph Bielecki: „Wir haben in den ersten beiden Sätzen vor allem in Block und Abwehr sehr gut gespielt. Der Plan ist voll aufgegangen. Leider haben wir im eigenen Angriff nicht immer die richtigen Lösungen gefunden und Rottenburg nicht überwinden können. Dazu haben wir im ersten Satz zu viele einfache Fehler gemacht. Dann reicht es gegen so ein Team nicht. Dass wir keinen Satz geholt haben, ist schade. Wir werden das Spiel analysieren und in Rottenburg nochmal alles reinwerfen, um es möglichst lange eng zu gestalten.“

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