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Humann Essen macht das Dutzend voll

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Letztlich nichts anbrennen ließ der VV Humann Essen bei der Heimpremiere im Jahr 2026. Gegen die Münster Volleys stand nach ruckeligem Verlauf ein 3:1 auf der Anzeigentafel in der gut besuchten Wolfskuhle. Durch den zwölften Sieg in Folge klettert Essen mit 33 Zählern auf Platz zwei in der zweiten Volleyball Bundesliga Nord. Der Tabellendritte Mondorf (31) ist allerdings mit einer Partie im Rückstand. Schüttorf bleibt mit 35 Punkten ganz vorn.

Bezeichnend für die Variabilität des VVH waren die ersten Ballwechsel. Mit dem 16jährigen Moritz Kern, Zuspieler Fynn Bach und Simon Schröder jeweils per Ass sowie mit Moritz Finke, Luc Lüftner und Lukas Prions jeweils aus dem Angriff punkteten sechs verschiedene Spieler zum 6:3. Nach Münsteraner Auszeit beim 13:8 brachte Friedolin Steinriede die Annahme der Gastgeber zunächst zum 14:14 und dann zum 21:23 in große Schwierigkeiten. Der Ausgleich zum 23:23 war zu wenig, um das 23:25 aufzuhalten.

Im zweiten Durchgang nahm Trainer Christoph Bielecki nach erfolgreichen Aktionen von Aaron Zumdick beim 6:9 die erste Auszeit, aus der die Mannschaft gestärkt zurück kam. Libero Tim Dißmann und die gesamte Abwehr gaben keinen Ball mehr verloren. Ein langer Lob von Lüftner und Rettungstaten von Bach waren Highlights auf dem Weg zur 21:15-Führung. Beim 25:21 hatte Humann jederzeit die Spielkontrolle, ohne dabei zu glänzen.

Michel Mouafu, der sich bei Münster mit Friederich Nagel auf Diagonal abwechselte, sorgte für einen 1:5-Start in Satz drei. Erneut war eine frühe Auszeit nötig, um gegenzusteuern. Humann kam durch drei Asse schnell zum 7:6. Bach setzte nun verstärkt die Mitten ein, so dass der Abstand beim glücklich erzielten 11:8 erstmals drei Punkte betrug. Es entwickelte sich ein wilder Kampf. Bis zum 18:18 wurde jedes Break mit einem Re-Break beantwortet. Nach dieser Phase verwandelten Kern und Schröder entscheidende Bälle zum 25:20.

Finke blockte im vierten Abschnitt zweimal (5:3), bevor den Volleys das 8:9 gelang. In der folgenden Abwehrschlacht, in der sich Silber-MVP Jonas Larisch bei den Gästen besonders auszeichnete, wirkte der VVH unkonzentriert bis übermotiviert. Beim 15:17 drohte die Partie zu kippen. Lüftner und Gold-MVP Prions waren jedoch beherzt zur Stelle, als es in die Crunch Time ging. Aber selbst das 23:20 glichen die nie aufgebenden Münsteraner aus. Der in der finalen Auszeit entwickelte Plan wurde dann zum 25:23 umgesetzt.

Mit dem Schlusspfiff war dem VVH-Team die Erleichterung über den mühsamen Sieg anzumerken. Nebenbei feierte das nächste U20-Talent seine Bundesliga-Premiere. Der am Tag zuvor 18 Jahre alt gewordene Jacob Risken hatte im vierte Satz in Abwesenheit von Jonah Juditzki und Massimo Ostuzzi seine ersten Spielanteile auf der Außen-Position. Coach Bielecki zieht ein gemischtes Fazit: „Wir haben uns über alle vier Sätze schwer getan. Münster hat sehr stark verteidigt. Leider haben wir nicht immer gute Lösungen im Angriff gefunden. Dazu kamen viele eigene Fehler. Am Ende haben wir trotzdem drei Punkte geholt in einer Aufstellung, die wir so noch nie auf dem Feld hatten. Sowohl Moritz als auch Jacob haben ein sehr gutes Debüt gezeigt. Für ihr Alter haben sie es klasse gemacht.“

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