Saisonendspurt: Humänner liegen voll im Soll

28. Februar 2017


Volleyball-Zweitligist VV Humann braucht einen Zähler, um die Punktzahl der Saison 2015/16 einzustellen. Dabei stehen noch fünf Spieltage aus.

Die Zweitliga-Volleyballer des VV Humann sind keine Kostverächter, wenn es um ihren Sport geht. Am vergangenen Spieltag standen sie in der Wolfskuhle drei Stunden und fünfzehn Minuten auf dem Parkett. Frankfurt besiegten die Essener – wie gemeldet – 3:1 (30:28, 26:24, 19:25, 25:17). Gegen TSV Giesen hieß es am Ende 0:3 (18:25, 21:25, 32:34) aus Humann-Sicht.

Das Partie gegen das Team von Volleyball-Internat Frankfurt, gleichbedeutend mit der Junioren-Nationalmannschaft, hätte allerdings durchaus einen anderen Verlauf nehmen können. „In den ersten beiden Sätzen haben wir eigentlich gar nicht geführt“, sagte Jens Bräkling. Humanns Trainer betonte damit die Frankfurter Dominanz, die die Humänner in beiden Durchgängen erst auf den letzten Drücker brachen. So mussten die Gäste vom Main bis zum dritten Satz auf ein Erfolgsgefühl warten. Die Wende läuteten sie damit allerdings nicht ein.

Jens Bräkling brachte in Zuspieler Thomas Wojtczak und Mittelblocker Thies Ketelsen nicht nur zwei frische Spieler, sondern mit ihnen auch neue Ideen. Nach 112 Minuten durften die 250 Zuschauer in der Wolfskuhle einen 3:1-Sieg bejubeln.

Der Erfolg über Frankfurt erschien vom Tabellenbild her machbar. Gegen den Tabellenzweiten TSV Giesen, der am Sonntag nach Essen kam, nahmen die Humänner von der Papierform die Außenseiterrolle ein. „In den ersten beiden Sätzen haben wir nicht gezeigt, was wir können“, fand Jens Bräkling. Giesens überragender Diagonalspieler Hauke Wagner dominierte die Partie. Und die Gäste im dritten Durchgang schnell auf 7:2 davonzogen, deutete sich vor gut 200 Zuschauern ein frühes Spielende an. Scheinbar hoffnungslos im Hintertreffen lässt es sich offenbar unbeschwerter spielen.

Und erfolgreicher. Die Essener machten nicht nur den Rückstand wett, sondern erzwangen eine Verlängerung, die ihren Namen verdiente. „Wenn wir den Satz gewonnen hätten, hätte es durchaus noch einmal spannend werden können“, vermutet Jens Bräkling. Den Beweis konnte sein Team nicht antreten, denn mit 34:32 beendeten die Giesener die Partie. Auf Seiten der Gäste wurde nicht unerwartet Hauke Wagner zum „wertvollsten Spieler der Partie“ gekürt. Bei den Essenern wurde es – wie schon gegen Frankfurt – der Diagonalspieler Jan Holthausen. „Er war unser auffälligster Spieler. Er muss bei uns den finalen Punkt machen. Und das hat er sehr gut gemacht“, stimmte Jens Bräkling der Wahl zu.

Fünf Spieltage vor Saisonende haben die Essener nur einen Punkt weniger als in der Endabrechnung 2015/16, als sie in der Schlussphase die Zügel ein wenig schleifen ließen. „Diesmal wollen wir durchziehen und den fünften Platz behaupten“, gibt Jens Bräkling die Parole für das Restprogramm aus.

waz.de