Souverän haben die Volleyballer des VV Humann Essen das Wochenende mit zwei Pflichtspielen innerhalb von zwanzig Stunden gemeistert. In der zweiten Bundesliga Nord gab es am Samstag zuhause ein starkes 3:0 gegen die VC Juniors Frankfurt. Am Sonntag folgte in Dortmund gegen TuB Bocholt der 3:0-Sieg im WVV-Pokalfinale.
Anders als bei den Begegnungen vor zwei Jahren dominierte der VVH die Juniors vom ersten bis zum letzten Ballwechsel. Nach kurzem Abtasten bis zum 6:6 zogen die Gastgeber dank ihres überragenden Blockspiels über 14:9 auf 18:11 davon. Unkonzentrierte Abschlüsse ließen die Gäste auf 20:17 herankommen, ohne letztlich das 25:20 zu gefährden.
Im zweiten Abschnitt verlor der VVH nach fulminantem Start (7:1 und 15:7) kurzzeitig den Rhythmus. Beide Trainer machten von ihren Möglichkeiten zum Spielerwechsel regen Gebrauch. Frankfurt kam über druckvollen Service auf 16:15 heran. Humann benötigte beim 19:16 und 20:16 jeweils etwas Glück, um letztlich ungefährdet 25:18 zu gewinnen.
In Satz drei setzten die Coaches ihre Strategie fort, allen Akteuren Einsatzzeiten zu geben. Bis zum 15:13 ging das etwas zu Lasten des Spielflusses. Das zweitjüngste Team der Liga, VV Humann Essen, zeigte sich allerdings gegen das mit Abstand jüngste, aber bereits sehr gut organisierte Team aus Frankfurt in der Schlussphase kompromisslos. Mit viel Elan über die Mitte und Rettungstaten in der Abwehr ließ der VVH bis zum 25:18 nichts mehr anbrennen.
Jonah Juditzki, der gerade als Polizei-Europameister aus Bulgarien zurückgekehrt war, erhielt die goldene MVP-Medaille. Silber ging an den aus der Essener Jugend stammenden Arne Skreba.
Tags darauf verteidigte Essen seinen WVV-Pokaltitel aus dem Vorjahr. Das 3:0 (25:18, 25:19, 25:22) gegen den Zweitliga-Konkurrenten TuB Bocholt überzeugte durchweg. In der damit verbundenen Qualifikation zum Zoi DVV-Pokal tritt der VVH am 25.10. nachmittags gegen Schüttorf an, nachdem man am Abend des 24.10. in Kiel ein Punktspiel absolviert hat.
Trainer Christoph Bielecki zur aktuellen Situation und zu den kommenden Herausforderungen: „Wir haben gegen Frankfurt unsere Hausaufgaben gemacht und die Sätze sehr ruhig zu Ende gespielt. Wir haben keinen Satz abgegeben und souverän immer wieder Rhythmus aufgenommen. Genau diesen Rhythmus haben wir Sonntag fortgeführt und uns weiter Sicherheit in allen Elementen geholt. Die Taktik ist voll aufgegangen. Den Pokal-Titel zu verteidigen, war nicht selbstverständlich. Das sorgt ebenfalls für gute Stimmung. Ein sehr wichtiges Wochenende für unser Selbstvertrauen genau zur richtigen Zeit. In den kommenden Wochen warten mit Mondorf zuhause und dann zweimal auswärts gegen Kiel und Lindow drei richtig schwere Aufgaben, für die wir alle vierzehn Spieler brauchen werden.“