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VVH mindestens als Dritter in die Playoffs

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Bereits am fünftletzten Spieltag hat der VV Humann Essen seine bisher überragende Saison vorläufig gekrönt. Durch das eindeutige 3:0 (25:16, 26:24, 25:16) zuhause im Westderby gegen den Tabellenvierten TuB Bocholt ist in der Hauptrunde der zweiten Volleyball Bundesliga Nord mindestens Platz drei sicher. Ab sofort laufen die Planungen für die Playoffs, in denen die jeweils vier besten Mannschaften aus Nord und Süd im K.-o.-System den einzigen Aufstiegsberechtigten zur ersten Bundesliga ermitteln.

Vor mehr als 450 begeisterten Zuschauern, darunter etliche aus Bocholt, startete der VVH mit Arne Redder in der Mitte für den verletzten Simon Schröder. Nach hart umkämpften Duellen am Netz verwandelten die ersatzgeschwächten Gäste die lange Rallye zum 5:6. Asse von Lukas Prions und Redder brachten Humann mit 15:10 in Front. Als der TuB auf 15:13 verkürzte, drehte Luc Lüftner auf (17:13). Der erneut starke Block und die Feldabwehr, in der Jonah Juditzki und Kapitän Tim Dißmann quasi jeden Ball entschärften, forcierten das 19:14. Zuspieler Fynn Bach mit drei Assen in Folge (!) ebnete den Weg zum klaren Satzgewinn.

Der zweite Durchgang verlief bis zum 8:8 eher zäh, bevor Moritz Finke zweimal über die Mitte zum 12:10 punktete. Das Essener 15:12 konterte Bocholt, in dieser Phase angeführt von Ben Stoverink, zum 18:20. Lüftner per Ass und Prions aus dem Hinterfeld stellten sich dem Fight. Dennoch hatte der TuB beim 23:24 einen Satzball, den Humann spektakulär abwehrte. Der wilde Ballwechsel zum 24:24 riss die Fans beider Teams aus den Sitzen. Juditzki und der eingewechselte Jonas Espelage gemeinsam im Zweier-Block sowie Prions mit einem Netzroller-Ass beendeten den Satz zugunsten des VVH.

Lediglich zu Beginn des dritten Abschnitts brachte Gäste-Zuspieler Lukas Salimi seinen sonst so starken Service mehr als einmal durch (0:3). Danach hielten Tom Dörpinghaus und Hauke Lehmbrock den TuB bis zum 3:6 im Spiel. Finke und Prions im Block sowie Juditzki per Ass verwandelten zuverlässig, so dass beim 11:7 die Vorentscheidung gefallen war. Nach tollen Rallies, an denen beide Mannschaften trotz Essener Überlegenheit ihren Anteil hatten, stand es 18:12. Der hervorragend von Bach bediente Diagonalangreifer Lüftner schlug präzise die Linie runter zum 20:14. Gold-MVP Espelage war es vorbehalten, druckvoll den zweiten Matchball zu verwandeln. Die Silber-Medaille ging an Mittelblocker Tobias John.

Auch wenn das 3:0 zeitweise einseitig verlief, erlebte das Publikum einen aufregenden Abend in der Wolfskuhle. Persönliche Unterstützung vor Ort leistete Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen, den besonders die „mannschaftliche Geschlossenheit“ beeindruckte. Trainer Christoph Bielecki freut sich über das Erreichen des ersten großen Meilensteins: „Es war ein unglaubliches Spiel vor einer atemberaubenden Kulisse. Es hat extrem viel Spaß gemacht. Wir haben super gut verteidigt und sind auch in den engen Situationen ruhig geblieben. Im Moment sind wir einfach nur wahnsinnig stolz auf die Leistung und vor allem auf den gesicherten Platz drei so früh in der Saison. Am Montag haben die Jungs trainingsfrei. Danach bereiten wir uns auf Kiel vor.“

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