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Der VV Humann kommt nicht in den Flow!

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Auf dem unverändert mühsamen Weg zum Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga Nord hatten die Volleyballer des VV Humann Essen sich zuhause gegen TSGL Schöneiche mehr ausgerechnet. Die Gäste aus der Nähe von Berlin, die bis dato lediglich einen Sieg auf dem Konto hatten, spielten da aber nicht mit. Durch ein 3:1 in Essen setzten sie sich von den Abstiegsrängen etwas ab, während Humann weiter auf den zweiten Erfolg wartet.

Der erneut ersatzgeschwächte VVH (ohne Tim Dissmann, Timo Gwisdalla und Jannik Tertünte) begann mit Fynn Bach als Zuspieler. Er setzte die Außen- und Diagonalangreifer Tom Borchert, Nick Wolschendorf und Noah Vosswinkel zunächst gut in Szene. Weiter gehörten zur Startformation Tim Decker und der wieder genesene  Simon Schröder als Mittelblocker sowie Tobias Schön auf der Libero-Position. Zu Beginn verlief der erste Satz ausgeglichen, bevor der VVH beim 12:15 mit drei Punkten hinten lag. Lukas Prions setzte bei seinem großartigem Comeback nach sechs Monaten Wettkampfpause wegen einer Myokarditis durch seine Einwechslung neue, entscheidende Akzente. Er wurde zum MVP gewählt.

Bis zum 19:22 liefen die Humänner dem Rückstand allerdings hinterher, bevor Mittelblocker Lukas Janscheidt wie schon zuletzt in Schüttorf mit einer starken Aufschlagserie den Satz quasi im  Alleingang 25:22 gewann. Der VVH nahm das Momentum der ersten Periode zunächst mit. Vor knapp dreihundert begeisterten Zuschauern gelang die 9:7-Führung. Schöneiche wechselte den Zuspieler und drehte das Spiel schnell zum 11:18. Der VVH verlor in dieser Phase komplett den Spielfluss. Gerade im Angriff blieb das Team unter seinen Möglichkeiten. Auch mehrere Spielerwechsel konnten den Gast beim 18:25-Satzgewinn nicht aufhalten.

Ein ähnliches Bild dann im dritten Abschnitt: Humann erarbeitete sich trotz mehrerer starker Szenen nur ein 8:7. Eigenfehler verhinderten in dieser Phase die für ein so junges Team wichtige Stabilität. Gleichzeitig übernahm der mit 2,03m körperlich überlegene Diagonalangreifer der Gäste, Charlie Peters, der zurecht zum MVP gekürt wurde, immer mehr die Initiative. Spätestens beim 12:17 war der Satz entschieden. Selbst die Spielerwechsel, die Coach Peter Bach vornahm, änderten daran wenig.
Das 19:25 war eindeutig. Im vierten Abschnitt fand der VVH nach einigen Umstellungen – unter anderen jetzt mit zwei Liberos – wieder besser ins Spiel. Bis zum 12:12 hielt das Team gut mit, bevor Schöneiche erneut in der Mitte des Satzes dominierte und auf 12:16 davonzog. Alles schien beim 17:23 auf einen deutlichen Satzerfolg für die TSGL hinauszulaufen. Angeführt von Noah Vosswinkel mit zwei Assen machte es der VVH dann nochmalspannend und glich im Hexenkessel Wolfskuhle zum 23:23 aus. Das 23:24 brachte den ersten Matchball, den die Gäste verwandelten.
Dass der 3:1-Sieg verdient an die TSGL Schöneiche ging, lag letztlich auch am routinierteren Umgang der Gäste mit dem wechselhaften Spielverlauf. Insgesamt zeigte der VVH eine ansprechende Leistung, auf der sich aufbauen lässt. “Wir hatten im Komplex Annahme – Angriff zu viele Eigenfehler, um das Spiel offener zu gestalten.
An den Lösungen müssen wir arbeiten.“, resümierte Peter Bach. Bevor sich die Essener Fans beim nächsten Heimspiel am 26. November gegen den Lokalrivalen TuB Bocholt davon überzeugen können, geht es am Wochenende zunächst zum Tabellenzweiten und amtierenden Meister TuS Mondorf.

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