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Drama in fünf Akten endet mit Happy End für den VVH

veröffentlicht am

0:1- und 1:2-Rückstände in 3:2-Sieg gedreht

Was für ein Krimi! Zwar hatten die Volleyballer des VV Humann Essen sich verhalten Chancen auf ein gutes Ergebnis gegen den favorisierten TuB Bocholt ausgerechnet. Doch dass dabei ein Sieg herauskam, überraschte schon etwas. Großartiger Kampf und das wieder lautstarke Publikum im Rücken waren mit ausschlaggebend für zwei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf der zweiten Bundesliga Nord. Trotz des 3:2 bleibt der VVH allerdings auf dem vorletzten Platz. Da von den mitgefährdeten Teams Münster (gegen Schüttorf) voll punktete, hat sich die Situation insgesamt nicht verbessert.

Der erneut ersatzgeschwächte VVH (ohne Timo Gwisdalla, Jannik Tertünte und Nick Wolschendorf) begann in ähnlicher Aufstellung wie beim Spiel in Mondorf. Christoph Bielecki als Zuspieler bediente die Außen- und Diagonalangreifer Tom Borchert, Lukas Prions und den zurückgekehrten Noah Voswinkel sowie die Mittelblocker Tim Decker und Arne Redder. Tim Dißmann auf der Libero-Position komplettierte die Anfangs-Formation.

Von Beginn an bekam Essen in der heimischen Wolfskuhle überhaupt keinen Zugriff auf das Angriffsspiel der Gäste, das von Zuspieler Lukas Salimi geschickt gesteuert wurde. Bis zum 12:14 lief der VVH einem Zwei-Punkte-Rückstand hinterher, bevor es schnell 12:17und dann 15:22 stand. Auch zwei Auszeiten konnten die in  dieser Phase überzeugenden Bocholter nicht auf dem Weg zum klaren 25:18-Satzgewinn aufhalten.

Ganz anders der zweite Abschnitt. Coach Peter Bach wechselte mit Lucas Janscheidt, Simon Schröder und dem späteren MVP Fynn Bach Länge ein. Die Dominanz der Gäste am Netz war gestoppt. Der VVH führte bis zum 12:10, bevor der Satz beim 13:15 zu kippen drohte, weil einfache Bälle serienweise vergeben wurden. Starke Aufschläge brachten die Humänner zurück und sicherten den extrem wichtigen zweiten Satz mit 26:24.

Im dritten Abschnitt dann ein ähnlich konfuses Bild wie in der ersten Periode:  nachdem Bocholt seinen Trumpf auf der Diagonal-Position, Rudy Schneider ins Spiel gebracht hatte, waren die Humänner verunsichert. Schneider besorgte beinahe im Alleingang über 10:2 und 18:8 das überdeutliche 25:14. Dem VVH gelang kein gutes Passspiel, um etwas Ruhe in die Partie zu bringen.

Zur Verwunderung der wieder zahlreichen Zuschauer – auch aus Bocholt waren einige Fans angereist – drehte Humann im vierten Satz auf. Dem verhaltenen Beginn (6:8) folgte das 11:9, das den TuB zur ersten taktischen Auszeit veranlasste. Doch die jungen Gastgeber, die sieben U21 Spieler im Kader hatten, meisterten nervenstark auch die kritische Phase beim 16:16. Wieder waren es starke Aufschläge, die über 20:18 das 25:19 sicherten.

Das Drama erreichte naturgemäß seinen Höhepunkt im Tie Break, der für Humann mit 5:8 zum Seitenwechsel gar nicht gut begann. Doch wie schon in Satz vier half verbesserte Blockarbeit, die Angreifer des TuB auf Distanz zu halten. Mit viel Geduld und Spielwitz stand es bei Aufschlägen von Lucas Janscheidt plötzlich 10:8 für den
VVH. Die Humänner ließen nichts mehr anbrennen und sicherten durch kontrolliertes Side Out Spiel den Satz mit 15:12.

Der umjubelte m 3:2-Sieg ging verdient an den VVH, der am Ende mehr Willensstärke zeigte als die favorisierten Bocholter. Andererseits waren die jungen Essener wieder nicht konstant genug, um eine Partie wirklich zu beherrschen. “Natürlich freuen wir uns über den Sieg. Aber wir müssen im Training aufarbeiten, warum wir zwei Sätze so schlecht gespielt haben. Überragend war das gesamte Team, das dieses Comeback als Gruppe geschafft hat und sich neben und auf dem Feld selbstlos unterstützt hat.“, konstatierte Peter Bach. Bereits am kommenden Samstag, 03. Dezember beim nächsten Heimspiel gibt es Gelegenheit, es (noch) besser zu machen. Zu Gast ist der Tabellenvierte TV Kiel, der dem Tabellenzweiten und amtierenden Meister TuS Mondorf zu Hause 0:3 unterlag.

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