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Gastspiel bei den Profis vom Niederrhein

veröffentlicht am

Das Spiel am Sonntag (24.10.) gegen den Moerser SC wird live um 16:00 Uhr auf Sporttotal.tv übertragen.

Es ist eine besondere Zeit und uns allen fällt der Spagat zwischen der Pandemierealität und Alltag sehr schwer. Besonders schwer fällt es Menschen, die in beiden Welten unterwegs sind: Zum einen im beschirmten Volleyball-Bundesliga Sport Sektor und zum anderen als Mediziner in Pandemie Zeiten. Hier ein Interview zum Thema:

Dr. Peter Bach (47) ist Oberarzt an einer Universitätsklinik und im Nebenjob Trainer einer Volleyball-Bundesligamannschaft.

Reporter Nicolas Crom: Lieber Herr Bach, wie sind die Vorbereitungen auf den Spieltag gelaufen?

Bacher-Doc: Es ist schwer vorstellbar, bei Infektionszahlen, die weit über dem Frühjahr liegen und Intensivbetten, die sich mit schwer kranken Patienten füllen, dass Sport für unser Leben eine Relevanz hat. Wir machen uns große Sorgen, dass onkologische Patienten die nächsten Wochen gut überstehen und eine pandemie-bedingte Verzögerung Ihrer Therapie verhindert werden kann. Da sind Sportereignisse vor dem Hintergrund des Überlebens vollkommen nebensächlich. Einem Patienten würde ich zurzeit davon abraten in ein Risikogebiet zu reisen, wenn dies vermeidbar wäre. Es besteht keine Not dies zu tun.

Coach- Bacher: Wir sind in Kleingruppen im Training gewesen, um uns auf eine elitäre Profitruppe einzustellen. Meine junge Mannschaft freut sich auf die Vergleiche mit Spielern, die viele Jahre in der ersten Liga gespielt haben und dorthin zurückkehren wollen. Nur in diesen Matches wird uns hart vor Augen geführt, wo es noch viel zu tun gibt.

Nicolas Crom: Und wie sehen sie die Chancen?

Bacher-Doc: Ich glaube fest daran, dass wir es schaffen diese Pandemie so zu überstehen, dass Normalität einkehren wird. Es ist die Frage wie geduldig und opferbereit wir als Gesellschaft sind, um dies zu erreichen. Am Ende sehnen wir uns nach banalem Alltag, werden aber immer wieder in Schranken gewiesen. Erste Sportverbände haben den Spielbetrieb bereits eingestellt (Volleyballverband Rheinland-Pfalz) und Kommunen (Duisburg) haben den Kontaktsport bereits seit gestern verboten.

Coach- Bacher: Moers hat vor Saisonbeginn den Aufstieg und den Titel als Ziel ausgegeben. Und wenn man die verpflichteten Spieler betrachtet, geht es auch nicht anders. Bis dato spielt das Team vom Niederrhein nach unseren Statistiken nicht immer konstant. Aber tritt dominant im Aufschlag – und Angriffsspiel auf. – Prinzipiell haben wir in unserer Besetzung keine Chance auf einen Sieg, aber ein enges Spiel wollen wir schaffen. Thomas Woijczak, David Wiesche und Jannik Tertünte fehlten zuletzt im Training, werden aber hoffentlich wieder dabei sein können. Am Mittwoch wurden alle Spieler und Trainer auf Corona getestet. Das Resultat steht noch aus.

Nicolas Crom: Eine Prognose?

Bacher-Doc: Kontrolle geht nur über Beschränkungen, Disziplin und Regeln. Hier sind die Politik und die Gesellschaft gefordert. Viele Entscheidungsträger würden sicher andere Entscheidungen treffen, wäre ein Verwandter betroffen. Das wünsche ich niemandem. Vielmehr hoffe ich, dass wir am Ende des Jahres Kontrolle über das Virus erreicht haben. Da sind wir im Moment meilenweit von entfernt. Wäre es nicht sinnvoll den Spielbetrieb auszusetzen, bis wir Kontrolle erlangt haben?

Coach-Bacher: Wir freuen uns, dass wir unserer Leidenschaft für Volleyball nachgehen können und wollen einfach zocken. Egal ob mit Maske oder mit oder ohne Zuschauer. Hauptsache „volley“. Spiele in der Bundesliga sind immer etwas ganz Besonderes, auf das man sich freut. Und mein Team hat was gut zu machen aus dem Warnemünde Vergleich vor 2 Wochen.

Bei der Aktion “Take A Name!“ – führen Bräklings „Monkeys“ vor den „Brave Hearts“ von Leo GW. Weiterhin ist auf der Seite www.vvhumann.de/take-a-name/ ein Voting für eine kleine Spende möglich.

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