Humänner landen sensationellen Coup beim Spitzenreiter

19. Februar 2018

Am Doppelspieltag zeigte die Leistungskurve der Humann-Volleyballer nach oben. Auf eine knappe Niederlage folgte ein Coup beim Tabellenführer.

Die Volleyballer des VV Humann haben am Doppelspieltag der 2. Bundesliga nach zuvor drei Niederlagen in Serie die Trendwende eingeläutet. Zwar unterlagen sie zunächst nach einer sportlichen Achterbahnfahrt beim VC Bitterfeld-Wolfen mit 2:3. Tags darauf setzten sie sich jedoch fast schon sensationell mit 3:1 beim Spitzenreiter VCO Berlin durch. Entsprechend munter ging’s auf der langen Heimreise zu.

Gut ins Spiel gekommen, ins Straucheln geraten, zurück in die Spur gefunden und letztlich doch verloren. Ein sportliches Auf und Ab par excellence erlebten die Humänner zunächst beim Tabellennachbarn VC Bitterfeld-Wolfen. Trotz der beschwerlichen Anreise von fast 500 Kilometern fanden die Gäste gleich in die Partie. Nach dem gewonnenen ersten Satz (25:22) fielen sie dann aber in ein kleines Tief, während sich die Hausherren kontinuierlich steigerten. Die Folge: Der VVH gab die Durchgänge zwei und drei mit 22:25 und 20:25 ab.

„Wir haben es leider nicht geschafft, über die gesamte Dauer des Vergleichs auf einem Level zu agieren“, befand VVH-Coach Jens Bräkling, der im vierten Satz wieder eine Steigerung seines Teams sah. Mit einem 25:19 erkämpfte es sich den Tie-Break, in dem ihm beim 6:15 wiederum die Puste ausging.

Wäre es nach dem sportlichen Trend gegangen, hätte der VVH beim Spitzenreiter keine Chance gehabt. Denn während die Berliner aus den vorausgegangenen zehn Partien überragende 26 von 30 möglichen Punkten geholt hatten, stellte sich Humann nach vier Niederlagen am Stück im Sportforum Hohenschönhausen vor. Doch dank einer grandiosen und geschlossenen Mannschaftsleistung landeten die Essener einen echten Coup.

Erstaunlich gut erholt von der Niederlage in Bitterfeld schnappte sich der VVH in Berlin Satz eins mit 25:21 und ließ sich auch durch den Ausgleich (25:27) nicht vom Erfolgsweg abdrängen. Den dritten Abschnitt gewann Humann mit 25:22, und mit dem 25:20 im vierten Satz machten die Essener den Sack zu. Die Überraschung war perfekt.

Zwar liegt der VVH nach dem Doppelspieltag nun nur noch auf Rang sieben. Doch durch den Erfolg in Berlin beträgt der Rückstand auf Platz vier lediglich zwei Zähler.

VC Bitterfeld-Wolfen – VV Humann 3:2 (22:25, 25:22, 25:20, 19:25, 15:6).
VVH: Lau. Hußmann, Wojtczak, Gawryluk, Große-Westermann, B. Ketelsen, Mücke, Wiesche, Lu. Hußmann, Holthausen, Meyer, Mücke – Spieldauer: 106 Minuten.

VCO Berlin – VV Humann 1:3 (21:25, 27:25, 22:25, 20:25).
VVH: Lau. Hußmann, Wojtczak, Gawryluk, Große-Westermann, B. Ketelsen, Mücke, Wiesche, Lu. Hußmann, Holthausen, Meyer, Mücke – Spieldauer: 104 Minuten.

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