Humänner schieben mächtig Frust

12. Dezember 2016


Die Zweitliga-Volleyballer des VV Humann haben einen Coup beim Tabellenzweiten TSV Giesen Grizzlys knapper verpasst, als es das Ergebnis von 1:3 vermuten lässt. Doch mehr als über die Niederlage ärgerten sich die Essener über einige Schiedsrichterentscheidungen im ersten und zweiten Satz, die einen Punktgewinn oder sogar einen Sieg der Humänner quasi verhinderten. „Als Coach sollte man sich mit Kritik an den Unparteiischen zurückhalten, daher möchte ich dazu auch nichts sagen“, meinte Humanns Co-Trainer Falko Hildebrand, dem man den Frust allerdings deutlich anmerkte. Denn das Schiedsrichtergespann urteilte in wichtigen Situationen zuweilen selbst zum Erstaunen der Giesener gegen VVH.

So lagen die Humänner im ersten Abschnitt schon mit 23:19 vorn, und sie wähnten auch den folgenden Ball schon als gewonnen, was ihnen gleich fünf Satzbälle eingebracht hätte. Die Unparteiischen entschieden jedoch auf „übergetreten“. „Da hat selbst der Giesener Trainer die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen“, erklärte Hildebrand.

„Erstaunlich“, fand es der Essener Co-Trainer, dass sein Team trotz einer „maximalen Frustration“ nicht aufsteckte, sondern zurückschlug. So holte sich der VVH den dritten Satz mit 25:16, zur Wende reichte es letztlich nicht. „Insgesamt verfügen die Giesener über unglaubliche Qualität“, begründete Hildebrand. „Die Jungs haben über drei Sätze eine richtig gute Leistung gezeigt. Es ist einfach schade, dass es nicht zumindest zu einem Punktgewinn gereicht hat“, so Hildebrand.

TSV Giesen – VV Humann 3:1Sätze: 25:23, 25:21, 16:25, 25:19.

VVH: Lau. Hußmann, Wojtczak, Gawryluk, B. Ketelsen, Schneider, , T. Ketelsen, Dißmann, Lu. Hußmann, Holthausen, Meyer, Hütte. Bälle: 91:88. Spieldauer: 100 Minuten. Zuschauer: 290.

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