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Humann begeistert zum Abschluss

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Mehr als 500 Fans in der proppenvollen Wolfskuhle waren begeistert. Ihre Mannschaft, die Volleyball-Herren des VV Humann Essen präsentierten sich im letzten Heimspiel der Saison gegen den Tabellenfünften SV Warnemünde in überragender Form. Und diesmal stimmte auch das Ergebnis. Welche Bedeutung das in jeder Hinsicht überzeugende 3:1 für den Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga Nord hat, erfuhren die Humänner einen Tag später. Da Schüttorf zuhause beim 3:2 gegen Hamburg nur zwei Punkte holte, sind die Westniedersachsen mit 18 Punkten und sechs Siegen von Essen (15 Punkte, 5 Siege) einholbar, während Hamburg mit 15 Punkten und vier Siegen als Absteiger feststeht. Am letzten Spieltag könnte der VVH durch einen 3:0- oder 3:1-Sieg in Münster dank des besseren Satzquotienten den Abstieg vermeiden, wenn Schüttorf gleichzeitig beim Erstliga-Aspiranten Bitterfeld 0:3 oder 1:3 verliert.

Gegen Warnemünde entwickelte der VVH im ersten Satz nach 3:5-Rückstand unter der Regie von Zuspieler und Gold-MVP Fynn Bach sofort druckvolles Spiel. Über 10:7 zogen die Gastgeber schnell auf 19:10 davon, wobei der 19jährige Luc Lüftner auf der Diagonal-Position herausragte. Beim 25:18 wurden die Gäste sichtlich überrascht durch die Wucht und Variabilität der Humann-Angriffe. Das lautstarke Publikum hatte definitiv seinen Anteil am klaren Satzgewinn.

Im zweiten Abschnitt stellte der SVW sich nach einem Wechsel des Zuspielers deutlich besser auf die Gastgeber ein. Johannes Deutloff, der spätere Silber-MVP, fand immer wieder Kapitän Josef Günther, der sprunggewaltig vollendete. Beim 5:12 deutete zwischenzeitlich einiges darauf hin, dass der Favorit von der Ostsee nicht nur die Satz- sondern die Spielkontrolle übernehmen würde. Über Kampf kam Humann jedoch auf 14:16 heran. Die Aufholjagd kostete allerdings viel Kraft, so dass wenige Unkonzentriertheiten reichten, um den Gästen den 19:25-Satzgewinn zu gestatten.

Nachdem in der folgenden Zehn-Minuten-Pause die Humann-Jugendmannschaften für ihre Erfolge bei den Westdeutschen Meisterschaften geehrt wurden, ging die Bundesliga-Partie beim Stand von 1:1 quasi wieder neu los. Bis zum 11:11 zeigten beide Teams hohes Zweitliga- Niveau. Lukas Prions übernahm dann auf Humann-Seite mit starken Aufschlägen und direkten Angriffspunkten die Initiative zum 16:11. Warenmünde fand trotz Auszeit und Spielerwechsel kein Mittel gegen den VVH-Lauf zum 25:18.

Angetrieben von der laustarken Kulisse dominierte Essen den vierten Durchgang spätestens ab dem 14:13. Wie in der gesamten Partie war in dieser Phase die überragende Team-Leistung für den wohl besten Auftritt der Saison entscheidend. Sichere Annahme und leidenschaftliche Abwehr, an der sich die gesamte Mannschaft teils spektakulär beteiligte, ermöglichten ein variables Spiel über alle Angriffspositionen. Als das 25:19 und damit der 3:1-Erfolg gesichert war, kannte der Jubel in der Halle keine Grenzen.

Dem mitreißenden Spiel auf dem Feld folgte ein weiterer emotionaler Höhepunkt, als der langjährige Erfolgstrainer Peter Bach unter tosendem Beifall verabschiedet wurde. Er wird auf eigenen Wunsch in die zweite Reihe zurücktreten und in der kommenden Saison durch den aktuellen Kapitän Christoph Bielecki, der verletzungsbedingt gegen Warnemünde nicht dabei war, ersetzt. Peter Bach, der natürlich für das nächste Wochenende in Münster auf ein sportliches Wunder hofft, ist stolz auf seine Mannschaft: „Die Jungs haben vor dieser geilen Kulisse einen sehr ansehnlichen Fight geliefert. Mutig und temporeich. Wir wussten das Luc für sein Alter schon sehr weit ist. In dem Spiel hat er uns alle sehr beeindruckt. Vor dem Spiel hat mittlerweile der gesamte Kader für die nächste Spielzeit unabhängig von der Spielklasse zugesagt. Das hat auch mit unserem neuen Mann an der Linie zu tun: Christoph Bielecki ist ein sehr positiver Coach der begeistern kann. Wir freuen uns auf das Spiel in Münster am Samstag mit hoffentlich reichlich Unterstützung. Es wird schwer, da Münster sehr gut ist, aber meinen Jungs ist alles zu zutrauen.“

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