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Humann belohnt sich endlich selbst

veröffentlicht am

Der Aufwärtstrend bei den Volleyballern des VV Humann Essen setzt sich fort. Und diesmal gab es nicht nur eine gute Leistung, sondern auch Zählbares: mit 3:1 wurde der FC Schüttorf 09 nach Hause geschickt. Humann bleibt Vorletzter der Zweiten Bundeliga Nord, rückt aber bis auf zwei Punkte an die Nicht-Abstiegsplätze heran.

Es dauerte ein wenig, bis beide Teams nach etlichen Aufschlagfehlern in die Partie kamen. Dabei trat der FC09 zunächst mit zwei Liberos an. Der VVH startete mit Arne Redder und Tim Decker im Schnellangriff, Tom Borchert, Nick Wolschendorf und Noah Voswinkel im Hauptangriff, Fynn Ole Bach spielte zu und Tim Dißmann besetzte den Libero Posten. Nach dem 14:13 entwickelte sich ein stabiles Side out Spiel, bevor dem VVH das wichtige 19:17 gelang. Dank überragender Blockarbeit, in dieser Phase besonders durch Arne Redder, ging der erste Satz letztlich 25:21 an die Gastgeber.

Im zweiten Abschnitt sorgten Annahme und Zuspiel für klare Strukturen beim VVH. Aber auch Schüttorf, angeführt von Erik Kerp (Silber-MVP) bestach durch variable Angriffe, die vom 8:6 zum 16:17 führten. Nach der taktischen Auszeit beim 18:19 übernahmen der spätere Gold-MVP Fynn Bach (19) und der Tom Borchert (17) die Initiative. Die Gastgeber hatten beim 27:25 auch das Glück auf ihrer Seite, als der Satzball nach eigener Abwehr als Bogenlampe im Angriff auf die Seitenlinie der Gäste tropfte.

Der im Volleyball berüchtigte dritte Satz glich einer Achterbahnfahrt. Konzentrationsmängel führten zum 7:10, bevor trickreiche Angriffe und starke Aufschläge durch Noah Voswinkel den VVH scheinbar sicher mit 15:11 nach vorn brachten. Dann folgte der komplette Blackout beim jungen VVH-Team mit unerklärlicher Konfusion in allen Bereichen. Auch zwei Auszeiten durch Trainer Peter Bach und mehrere Spielerwechsel änderten nichts am 18:25-Aussetzer.

Zu Beginn des vierten Satzes (5:9) wirkte der VVH, der erstmals nur zwei krankheitsbedingte Ausfälle verzeichnete, kraftlos. Die Hereinnahme dreier frischer Kräfte, darunter nach langer Abwesenheit auch Jannik Tertünte auf der ungewohnten Mittelblockposition, war die Folge. Unerschütterliche Moral und mutiges Angriffsspiel zeigten bis zum 18:18 Wirkung, wobei die höchste Belastung erneut bei Tom Borchert lag. Ausgerechnet in der Crunchtime gab es einen Rückschlag zum 19:22. U20-Akteur Tolga Gökce wurde dann zum Matchwinner. Der Achtzehnjährige glänzte durch starken Service ab 22:24, so dass Lucas Janscheidt den viel umjubelten Matchball zum 26:24 verwandelte.

Ein wichtiger Faktor beim 3:1-Sieg gegen den FC Schüttorf war wieder einmal der Heimvorteil. Die begeisterten Zuschauer in der sehr gut besuchten Wolfskuhle trugen die nervenstarke Mannschaft zu drei Punkten im Abstiegskampf. Leider bleibt dem Team das Verletzungspech treu. Christoph Bielecki, der nun schon seit Wochen die Zähne zusammenbeißt, um den Youngstern zu helfen, wird vorrausichtlich länger ausfallen.

Das Trainer Team beginnt indessen unverdrossen mit der Vorbereitung auf das wichtige Auswärtsspiel bei der mitgefährdeten TSGL Schöneiche. Trainer Peter Bach war trotz der Schwankungen im Spielverlauf zufrieden: „Die Jungs hatten sich gut auf den FC Schüttorf eingestellt. Das wird man sicher auch auf dem Score Board sehen. Wir haben zweimal einen Rückstand in der Crunchtime durch mutiges Spiel drehen können. Ziel muss es sein, dass Momentum im dritten Satz zu nutzen, um auch diesen sicher nach Hause zu bringen. Es gibt weiter alle Hände voll zu tun. Aber mit diesen jungen Spielern zu arbeiten ist ein Vergnügen.“

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