Humann hat nur an der Überraschung geschnuppert

6. Dezember 2016

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In der 2. Bundesliga verlor der VV Humann gegen den Favoriten Lindow-Gransee mit 1:3. Der Gastgeber hielt aber gut dagegen.

Humann-Trainer Jens Bräkling hatte es schon vor dem ersten Aufschlag gegen SV Lindow-Gransee geahnt: „Wir treffen auf einen ganz starken Gegner.“ Nach knapp zwei Stunden und einer 1:3-Niederlage hatte sich der Eindruck verfestigt. Diese Mannschaft, die zu dieser Saison noch mit zwei erstligaerfahrene Volleyballern verstärkt wurde, ist wohl doch eine Nummer zu groß. Obwohl…

Die Gäste demonstrierten von Beginn an Stärke, aber Humann hielt dagegen, konnte aber einen klaren Rückstand nicht verhindern. „Der erste Satz war praktisch weg“, sagt Bräkling. Plötzlich aber war sein Team am Zug, kämpfte sich über einen guten Aufschlag heran und gewann angeführt vom überragenden Diagonalangreifer Jan Holthausen den Satz mit 27:25.

Auch in Durchgang zwei gab es viele intensive, lange Ballwechsel und teilweise spektakulären Abwehraktionen. „Als wir dann auch noch mit 17:13 vorn lagen, habe ich gedacht, vielleicht geht ja was, vielleicht fangen sie ja an zu wackeln“, erinnert sich der VVH-Coach. Doch genau das Gegenteil war der Fall. Lindow-Gransee blieb ganz cool, stellte die Annahmetaktik um und VVH bekam Probleme. Humann gab den zweiten Satz ab und war danach chancenlos.

„Das ist aber kein Beinbruch für uns“, findet Bräkling, der mit der jüngsten Entwicklung seiner Mannschaft durchaus zufrieden ist. Sechs Siege aus acht Spielen, das kann sich sehen lassen. Am Samstag müssen die Humänner dann zum Titelaspiranten TSV Giesen. Wenn man so will, auch ein „Bonus-Spiel“.

VV Humann – SV Lindow-Gransee 1:3

Sätze: 27:25, 21:25, 18:25, 14:25.
VVH: Lau. Hußmann, Wojtczak, Gawryluk, B. Ketelsen, Hildebrand, T. Ketelsen, Dißmann, Lu. Hußmann, Holthausen, Meyer, Hütte.
Bälle: 80:100. Dauer: 110 Minuten.

waz.de