Humann verpasst Pokal-Knüller

24. Oktober 2017

Nach der 2:3-Niederlage in Kiel gilt die Konzentration der Essener aber bereits dem Liga-Spitzenspiel beim CV Mitteldeutschland.

Die Zweitliga-Volleyballer des VV Humann haben den Einzug ins Achtelfinale des nationalen Pokalwettbewerbs und das damit verbundene Heimspiel gegen den Erstligisten aus Solingen knapp verpasst. Beim Drittliga-Tabellenführer FT Adler Kiel unterlagen die Essener nach einer 2:1-Satzführung noch mit 2:3. Zeit, sich lange mit der ersten Saisonniederlage zu beschäftigen, haben die Humänner nicht. Denn schon an diesem Samstag (19.30 Uhr) tritt der VVH zum Liga-Knüller der beiden einzigen noch ungeschlagenen Mannschaften beim CV Mitteldeutschland an.

„Dass wir in Kiel verloren haben, ist prinzipiell nicht schlimm, aber es ist halt schade, dass uns das angestrebte Heimspiel gegen Solingen nun durch die Lappen geht“, meinte Humann-Trainer Jens Bräkling im Anschluss an die Partie im hohen Norden.

Ohne Libero Matthäus Gawryluk, Außenangreifer Laurin Hußmann und den vor allem offensiv überragenden Jan Holthausen fanden die Humänner in Kiel nur schwer ins Spiel. „Der Gegner war richtig, richtig gut und unfassbar heiß. Die hatten Schaum vor dem Mund“, sagte Bräkling.

Zudem war der Widersacher nicht irgendwer und erst recht keine herkömmliche Drittligamannschaft. „Die Kieler wären eigentlich schon in der vergangenen Saison aufgestiegen, allerdings hat der Verein aus organisatorischen und finanziellen Gründen auf die 2. Liga verzichtet“, erklärte Bräkling.

Nach dem verlorenen ersten Satz kämpfte sich der VVH jedoch ins Spiel hinein, gewann die Sätze zwei und drei (25:21, 25:15) und schickte sich an, den Sieg einzufahren. „Aber leider haben es wir letztlich nicht zu Ende gebracht, und das hat sich dann halt gerächt“, so Bräkling. Denn anstatt im vierten Satz den Deckel auf den Topf zu machen, gab Humann den Durchgang mit 17:25 ab und hatte auch im Tie-Break beim 12:15 das Nachsehen.

„Selbstverständlich hätten wir gerne gegen Solingen gespielt, aber jetzt konzentrieren wir uns halt auf die Liga“, meint Bräkling. Keine schlechte Idee, schließlich steht im regulären Spielbetrieb ja schon am Samstag der Vergleich beim CV Mitteldeutschland an – und der hat es wahrlich in sich. Schließlich sind die Widersacher bisher quasi im Gleichschritt durch die Liga marschiert und haben sich bis auf den einen oder anderen Satzverlust schadlos gehalten.

„Schon irgendwie witzig“, findet es Bräkling, dass der VVH als Primus nach Leuna fährt. Schließlich könnten die Teams und die Voraussetzungen kaum unterschiedlicher sein. Und während die leidenschaftlichen Amateure aus Steele unbezahlt ihrem Hobby nachgehen, wartet auf der anderen Seite des Netzes ein mit Spielern aus sechs Nationen zusammen gecastetes Profi-Ensemble. Doch in der Außenseiterrolle fühlen sich die Humänner ja bekanntlich am wohlsten.

KMTV Eagles – VV Humann 3:2

Sätze: 25:17, 21:25, 15:25, 25:17, 15:12.
Humann: Lau. Hußmann, Wojtczak, Große-Westermann, B. Ketelsen, Neufeld, T. Ketelsen, Mücke, Dißmann, Lu. Hußmann, Meyer, Hütte.
Gesamtbälle: 101:96.
Spieldauer: 113 Minuten.
Zuschauer: 220.

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