Humanns historischer Satzgewinn beim 3:0 in Schöneiche

1. November 2016

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TSGL Schöneiche – VV Humann 0:3

Sätze: 21:25, 38:40, 10:25

VVH: Lau. Hußmann, Wojtczak, Gawryluk, B. Ketelsen, Dißmann, Schroer, F. Hildebrand, T. Ketelsen, Lu. Hußmann, Holthausen, Hütte.
Spielzeit: 85 Minuten.

Die Humänner sind in der 2. Volleyball-Bundesliga wieder auf Kurs. Nach Problemen zu Saisonbeginn haben sich die Essener mit ihrem 3:0-Sieg bei der TSGL Schöneiche ins Tabellenmittelfeld abgesetzt. „Wir haben uns wieder Sicherheit erkämpft und machen das aktuell ganz gut“, meinte VVH-Trainer Jens Bräkling nach dem Erfolg beim punktlosen Schlusslicht. „Hätten wir von Beginn an diese Leistung gezeigt, würden wir in der Tabelle wohl deutlich besser dastehen.“ Aber nach einer widrigen Vorbereitung (u.a. Urlaub, Verletzungen) hatten die Humänner zunächst nicht die nötige Stabilität.

Wie wichtig ein gesundes Selbstvertrauen ist, zeigte sich gegen Aufsteiger Schöneiche. Den ersten Satz hatten die Gäste mit 25:21 gewonnen. Die Aufschläge waren sehr gut, die Annahme funktionierte prima, sodass Schöneiche nicht viel zu bestellen hatte. Doch das sollte sich ändern. Es folgte ein Satz mit nahezu historischen Dimensionen. Der VVH ließ etwas nach, Schöneiche kämpfte. Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Hin und her ging es, ohne dass sich eine Mannschaft einen entscheidenden Vorteil verschaffen konnte. Bei eigener 24:23-Führung hatte Humann gleich dreimal die Chance, auch diesen Satz für sich entscheiden. Es wollte nicht gelingen. Und weiter ging’s , immer weiter, weil auch der Gastgeber seine Satzbälle nicht nutzen konnte.

Nach gut 40 Minuten siegte der VVH schließlich mit 40:38. „Ich bin nun auch schon 20 Jahre dabei“, meinte Bräkling nach dem Spiel, „aber an ein solches Ergebnis kann ich mich nicht erinnern.“ Und dieser Durchgang war der Knackpunkt des Spiels. Schöneeich war demoralisiert, das junge Team brach ein und kam nicht mehr zurück. „Als wir aus der 3. Liga aufgestiegen sind, ist uns das auch passiert. Man hält gut mit, steht am Ende aber doch mit leeren Händen da“, sagte Bräkling. Der dritte Abschnitt war nur noch Formsache für seine Mannschaft.

Die ist nun heiß auf den kommenden Sonntag, wenn der Tabellendritte Delbrück anreist (16 Uhr, Wolfskuhle). Die Gäste haben erst einmal verloren und sind das Überraschungsteam in dieser Saison. Der VV Humann hat eine Art Familientag geplant. Sogar die Spieler wollen Kuchen mitbringen – selbst gebacken. An der Wolfkuhle waren sie ja schon immer für solche Aktionen zu haben.

Rolf Hantel – derwesten.de

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