Mitteldeutschland erwies sich als eine Nummer zu groß für Humann

29. März 2017


Klare 0:3-Niederlage beim Tabellenführer. Bei sieben Siegen aus den vergangenen neun Partien bleiben die Essener stolz.

Trotz einer ordentlichen Leistung haben die Zweitliga-Volleyballer des VV Humann beim VC Mitteldeutschland eine deutliche 0:3-Niederlage kassiert. Dabei erwies sich der Tabellenführer und klare Titelfavorit schlichtweg als eine Nummer zu groß für den VVH, der zwei Spieltage vor Schluss auf dem fünften Platz liegt.

„Gegen den VCM kann man schon mal verlieren“, meinte Humann-Trainer Jens Bräkling ironisch und dokumentierte damit, dass er seinen Humor auch trotz der Niederlage nicht verloren hatte. „Natürlich wäre es schön gewesen, wenn wir wie im Hinspiel zumindest einen Satz gewonnen hätten, aber manchmal muss man die Überlegenheit eines Gegners einfach anerkennen.“

So ließen die Ostdeutschen, die ihren direkten Wiederaufstieg in die Beletage schon vor Saisonbeginn als klares Ziel formuliert hatten, den Gästen aus Essen von Beginn an keine Chance. Ratzfatz ging es, und die Hausherren sicherten sich den ersten Satz nach noch nicht einmal 25 Minuten klar mit 25:18. „Mitteldeutschland hat es sehr gut verstanden, die Partie zu kontrollieren. Sie verfügen über eine exzellente Mannschaft mit starken Einzelkönnern, die aber auch als Team gut harmonieren“, attestierte Bräkling.

Dem Drive der Gastgeber hatten die Humänner am Anfang nur selten etwas entgegenzusetzen. Das internationale Ensemble des VCM dokumentierte mit einem souveränen Auftritt, das Geld im Volleyball eine entscheidende Rolle spielt. Daher ist es durchaus bemerkenswert, dass der VVH mit seinen zahlreichen Eigengewächsen zumindest im zweiten und dritten Durchgang nicht wirklich abreißen ließ.

„Die Niederlage lässt sich locker verschmerzen“, meinte Jens Bräkling, der nach sieben Siegen aus den vergangenen neun Partien auch weiterhin allen Grund hat, stolz auf seine Jungs zu sein. Schließlich haben die Humänner in diesem Kalenderjahr bisher ausschließlich gegen den VCM und den Tabellenzweiten aus Giesen verloren. Und das ist wahrlich aller Ehren wert.

„Wir haben bisher eine wirklich gute Runde gespielt und wollen sie natürlich auch erfolgreich beenden“, meinte Jens Bräkling mit Blick auf die noch ausstehenden beiden Begegnungen in Delbrück (8. April) und gegen Aligse (22. April). Leicht wird das gegen die Tabellensechsten und -siebten zwar nicht, doch sollten die Essener auf der Schlussgeraden noch einmal alles aus sich herausholen, dann könnten sie ihre starke Saison mit zwei weiteren Siegen krönen.

VC Mitteldeutschland – VV Humann 3:0

Sätze: 25:18, 25:20, 25:22.
Humann: Lau. Hußmann, Wojtczak, Gawryluk, B. Ketelsen, Hildebrand, Schneider, T. Ketelsen, Dißmann, Wiesche, Lu. Hußmann, Holthausen, Meyer, Hütte.
Gesamtbälle: 75:60.
Spieldauer: 75 Minuten.
Zuschauer: 513.

waz.de

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