Nach klarer Führung kommt Humann aus dem Rhythmus

13. Februar 2019

Aus der Revanche der Essener im Kellerduell mit dem TV Baden wird nichts. Humänner verlieren nach der Pause ihre Sicherheit und das Spiel.

VV Humann steckt weiterhin mittendrin im Abstiegskampf der 2. Volleyball-Bundesliga. Die Partie gegen den Tabellenvorletzten TV Baden sollte ein erster Befreiungsschlag werden, doch am Ende gab es lange Gesichter bei den Gästen, die als Drittletzter nur zwei Punkte vor Baden liegen. Allerdings haben die Humänner zwei Spiele weniger absolviert als die Norddeutschen, die wiederum mit diesem Heimerfolg im Rücken vom Beginn einer Aufholjagd sprechen.

„Es war für uns irgendwie ein Spiegelbild dieser Saison“, sagte VVH-Trainer Jens Bräkling enttäuscht. Irgendwie will es nicht laufen, mal sind es eigene Schwächen, mal fehlt das Glück oder widrige äußere Umstände machen den Humännern das Leben schwer.

In Baden bei Bremen kamen die Humänner gut in die Partie, knüpften dort an, wo sie zuletzt aufgehört hatten. Sowohl beim VC Bitterfeld-Wolfen (1:3) als auch gegen den Tabellendritten SV Warnemüde hatten die Steeler alles in allem eine gute Leistung gezeigt und Selbstvertrauen getankt. Die ersten beiden Sätze gingen souverän an die Gäste. Dann die zehnminütige Pause und mit ihr kam der Bruch. Nichts wurde es mit dem Durchmarsch.

„Die Badener kamen stark zurück und haben es mit dem Rücken zur Wand dann auch gut gemacht“, musste Bräkling zugeben. Der Aufsteiger glaubte an sich, spielte mutig und kämpfte, während die Selbstsicherheit auf der anderen Seite mit jedem Gegenpunkt weiter bröckelte. Der dritte Satz ging an TV Baden, im vierten Durchgang führte der VVH allerdings mit 22:20. „Dann folgten eine paar dumme Entscheidung und wir geben diesen Satz auch noch ab. Ab da war unser Widerstand dann gebrochen. Aber wer weiß, wofür zumindest dieser eine Punkt noch gut sein könnte.“

In der Winterpause hatte Bräkling versucht, sein Team aufzubauen, den Spielern wieder mentale Stärke zu vermitteln. Doch Stabilität muss wachsen, noch ist das Ganze offenbar ein zartes Pflänzchen. Spätestens am Wochenende ist Humann in der Pflicht. Am Sonntag (16 Uhr) schlägt Am Hallo in Stoppenberg der Tabellenletzte DJK Delbrück auf. Der ist noch sieglos, und das sollte auch so bleiben, wenn die Humänner nicht noch stärker unter Druck geraten wollen.

TV Baden – VV Humann 3:2

Sätze: 22:25, 19:25, 25:20, 25:23, 15:10.
VVH: Lau. Hußmann, Wojtczak, Große-Westermann, B. Ketelsen, Thomzik, Th. Ketelsen, Mücke, Wiesche, Luk. Hußmann, Holthausen, Meyer, Hütte.
Spielzeit: 122 Minuten.
Wertvollster Spieler (MVP): Leo Große-Westermann.

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