Positive Entwicklung fortsetzen

24. September 2015

Volleyball-in-Essen-3

VV Humann startet am Samstag gegen Bitterfeld-Wolfenin die Saison. Trainer Bräkling und Zuspieler Ketelsen im Gespräch.

Mit dem Heimspiel gegen den VC Bitterfeld-Wolfen starten die Zweitliga-Volleyballer des VV Humann an diesem Samstag (19.30 Uhr, Wolfskuhle) in die neue Saison. Die Vorfreude darauf ist Trainer Jens Bräkling und Zuspieler Brar Ketelsen im Gespräch deutlich anzumerken.

Ruhig ist es um den VVH in den vergangenen Monaten gewesen. Was haben die Humänner über den Sommer getrieben?

Bräkling: „Wir mussten die intensive vergangene Saison erst einmal sacken lassen, haben zwei Monate Pause gemacht. Das hat uns allen spürbar gut getan. Seit Juli sind wir nun jedoch schon wieder in der Vorbereitung.“

In der Vorsaison sah es lange Zeit danach aus, als würde Humann absteigen, bevor Sie sich mit sechs Siegen aus den letzten sechs Partien noch gerettet haben.

Ketelsen: „Wir hatten zunächst viele enge Spiele, die wir verloren haben, wussten aber, dass wir an einem guten Tag auch fast jeden Widersacher bezwingen können. Mit dem 3:2-Sieg in Aligse hat sich das Blatt dann gewendet und wir sind in einen positiven Lauf gekommen. Am Ende sind wir Zehnter geworden und wären mit nur einem Sieg mehr auf Rang sechs gelandet. Das zeigt, wie eng es in der Liga zugegangen ist.“

Gehen Sie davon aus, dass die Teams auch in diesem Jahr so dicht beieinander liegen?

Bräkling: „Mit Solingen, Schüttorf, Lindow und Bitterfeld-Wolfen gibt es vier klare Favoriten, die deutlich höher einzuschätzen sind als der Rest der Liga. Doch dahinter wird wohl auch diesmal alles offen sein.“

Wie sehen Sie sich im Vergleich zur vergangenen Saison aufgestellt?

Bräkling: „Wir sind deutlich weiter als zum gleichen Zeitpunkt des vergangenen Jahres, was vor allem daran liegt, dass wir in der derzeitigen Konstellation, mit den Trainern und dem Stamm der Mannschaft im dritten Jahr zusammenarbeiten. Wir wollen die positive Entwicklung fortsetzen und uns mit der noch immer sehr jungen Mannschaft in der Liga etablieren.“

Das heißt, Sie möchten nicht mehr um den Klassenerhalt zittern?

Ketelsen: „Weil das Feld voraussichtlich noch enger zusammengerückt ist, kann es mit ein paar engen Niederlagen natürlich schnell wieder gegen den Abstieg gehen, aber aus dem Abstiegskampf möchten wir uns eigentlich raushalten.“

Wie hat sich Ihr Kader verändert?

Bräkling: „Zuspieler Christoph Bielecki hat sich berufsbedingt aus dem Zweitligakader verabschiedet, spielt aber noch in unserer Oberliga-Mannschaft, dazu ist Lennart Tschuck nicht mehr dabei, da er aus Studiengründen ins Ausland geht. Für Bielecki gehört nun Thomas Wojtczak wieder fest zum Team, nachdem er zwischenzeitlich in der zweiten Mannschaft Praxis gesammelt hat. Auch Tobias Schroer ist nun fix dabei, da er sein Studium in den Niederlanden abgeschlossen hat. Hinzu kommen einige Talente, die wir nach und nach an das Niveau der zweiten Liga heranführen möchten.

Also alles wie gehabt beim VVH, der sich aus dem eigenen Nachwuchs speist?

Bräkling: „So schaut es aus. In Adrian Kwasniewski hätten wir noch einen extrem talentierten Mittelblocker, von dem wir allerdings noch nicht wissen, ob er im Zweitliga-Team auflaufen kann bzw. darf. Er ist vor drei Jahren mit seinen Eltern aus Polen nach Essen gekommen, und – so kurios es auch ist – es greifen hier verschiedene Regularien, weshalb wir an den internationalen und an den polnischen Verband erhebliche Abgaben leisten müssten, die wir uns Stand jetzt nicht leisten können.“

Kurios ist auch, dass Sie beide – also Trainer und Spieler – in einer WG zusammenwohnen.

Bräkling: „Insgesamt ist es eine Vierer-WG, in der sich durch uns natürlich zwangsläufig vieles um Volleyball dreht. Brar und ich sind beide Volleyball versessen. Probleme aus der Trainer-Spieler-Konstellation gibt es nicht, da wir klar zwischen dem Sport und Privatleben unterscheiden können.“

Ketelsen: „Meine Spielanteile muss ich mir jedenfalls nicht erputzen.“

 

Christian Schwarz – derwesten.de

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