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Stets für eine Überraschung gut

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VV Humann setzte sich souverän beim Top-Team Lindow-Gransee durch und verliert danach klar bei VCO Berlin.

Der VV Humann bleibt das Überraschungsteam der 2. Volleyball-Bundesliga. Durch den ebenso unerwarteten 3:1-Erfolg beim SV Lindow-Gransee rangieren die Volleyballer aus Steele erstmals auf Rang drei. Doch weil sie am Tag darauf beim VCO Berlin mit 0:3 verloren, war VVH-Trainer Jens Bräkling nach dem Doppelspieltag nur bedingt zufrieden.

„Wir sind mit einem enorm kleinen Aufgebot von lediglich acht Spielern angereist und haben uns angesichts der angespannten personellen wirklich Lage gut verkauft“, sagt Bräkling. „Aber natürlich hätten wir nach dem Erfolg bei Lindow-Gransee auch gerne die Punkte aus der zweiten Partie mitgenommen.“ Zumal der zweite Gegner auf dem Papier eher leichter erschien. Aber diese leichte Enttäuschung werden die Humänner verschmerzen können, denn sechs Spieltage vor dem Saisonende sind sie auf dem besten Weg, sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen. Und der Abstiegskampf, den die Essener in diesem Jahr vermeiden wollten, war zu keinem Zeitpunkt ein Thema.

Zwar liegen die Mannschaften auf Rang drei bis acht weiterhin ganz dicht beieinander. Doch sollten die jungen Humänner ihre erstaunliche Entwicklung weiter fortsetzen, sollte noch die eine oder andere positive Überraschung gelingen. Wie beim Duell mit dem letztjährigen Zweitliga-Meister Lindow-Gransee, wo sich das Essener Miniaufgebot für die 0:3-Niederlage aus der Hinserie revanchierte. Lediglich im zweiten Abschnitt wurden die Gastgeber ihrer Favoritenstellung gerecht.

In den Sätzen drei und vier machte Humann mit starken Aufschlägen mächtig Druck, dem die Lindower, die zuvor vier Siege in Serie eingefahren hatten, nicht standhielten. „Mit unserem dezimierten Kader hatten wir nichts zu verlieren und waren dadurch recht locker. Vielleicht hat genau das den Ausschlag gegeben“, resümierte VVH-Coach Jens Bräkling.

Dafür hatte Humann einen Tag später dem starken Auftritt der Junioren-Nationalmannschaft kaum etwas entgegenzusetzen. Während bei Gastgeber VCO Berlin fast alles funktionierte, kamen die Essener nur selten so recht ins Spiel. Die logische Konsequenz der unterschiedlichen Tagesform: Der VVH gewann insgesamt lediglich 57 Ballwechsel, und nach nur 77 Minuten war die Partie mit 20:25, 25:18, 25:19 verloren. „Das ist zwar schade, aber man muss anerkennen, dass heute einfach nicht mehr für uns drin gewesen ist“, bilanzierte Jens Bräkling.

SV Lindow-Grandsee VV Humann 1:3.
Sätze: 22:25, 25:18, 19:25, 19:25.
Humann: Lau. Hußmann, Wojtczak, Gawryluk, B. Ketelsen, Bräkling, T. Ketelsen, Wiesche, Lu. Hußmann, Holthausen.
Gesamtbälle: 85:93.
Spieldauer: 109 Minuten.

VCO Berlin VV Humann 3:0.
Sätze: 25:20, 25:18, 25:19.
VVH: Lau. Hußmann, Wojtczak, Gawryluk, B. Ketelsen, Bräkling, T. Ketelsen, Wiesche, Lu. Hußmann, Holthausen.
Gesamtbälle: 75:57.
Spieldauer: 77 Minuten.

derwesten.de – Christian Schwarz

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