VV Humann erwartet keine Geschenke zum Saisonstart

14. September 2017


Die Geburtstagsparty war bereits im Juli: (v. l.) Klaus Bast (Vorsitzender), OB Thomas Kufen, Lukas Hußmann (Kapitän 1. Mannschaft) und Stefan Uhlmann (Direktor am Humann-Gymnasium).Foto: Michael Gohl

Der Volleyball-Zweitligist aus Steele hat in diesem Jahr ein Jubiläum. Am Samstag wartet beim Liga-Favoriten Giesen eine schwere Aufgabe.

Die Humänner sind bereit. Am kommenden Samstag startet der Volleyball-Zweitligist VV Humann in Hildesheim beim Vizemeister TSV Giesen in die Saison (20 Uhr). Zuversichtlich wie immer, und doch ist dieses Jahr schon etwas Besonderes. Der Club ist 50 geworden. 1967 aus einer erfolgreichen Schulmannschaft des Carl-Humann-Gymnasiums entstanden, hat sich der VVH zu einem etablierten Bundesligisten gemausert. In den Spielzeiten 2003/04 und 2005/06 hat er sogar die professionelle 1. Liga aufgemischt, was ungewöhnlich genug ist. Denn Geld hat in der Wolfskuhle noch nie eine Rolle gespielt. Es gibt keine Profis dort, sondern nur pure Volleyball-Enthusiasten, die vor allem eines haben wollen: Spaß.

Anders als beim Gastgeber am Samstag. Der hat sich den Beinamen „Helios Grizzlys“ gegeben und ist auf dem Papier tatsächlich bärenstark. Der Vizemeister will endlich in die Eliteliga aufsteigen und hat sich dafür sogar internationale und vor allem gestandene Hilfe besorgt. Im TSV-Aufgebot werden ein Mazedonier, ein Slowake und ein Pole geführt. Ergo: Die Essener sind klarer Außenseiter.


VVH-Trainer Jens Bräkling. Foto: Michael Gohl

Doch sie haben in der vergangenen Saison bewiesen, dass sie auch gut sind für Überraschungen. Am Ende belegte Humann Rang vier, obwohl der Start doch sehr holprig war. Die ersten fünf Spiele verlor der VVH damals, vier davon mit 2:3 nach Tiebreak. Dann kehrte Konstanz ein und es wurde noch eine richtig starke Saison.

„Wir sind eingespielt“, nennt Trainer Jens Bräkling einen großen Pluspunkt. Und mit der Vorbereitung war er auch sehr zufrieden. „Im Vergleich zum Vorjahr sind wir wieder einen Schritt weiter. Darauf können wir nun aufbauen und uns weiterentwickeln.“ Es gebe bereits Automatismen, die man nun ohne viel Aufwand abrufen könne.

Das Gesicht der Mannschaft ist gleich geblieben, nur ein bisschen reifer ist es geworden. Annahmespieler Tobias Schroer wird die Routiniers der zweiten Mannschaft verstärken. Dafür gibt es in Leo Große -Westermann ausnahmsweise mal einen externen Neuzugang zu vermelden. Der Neue hat zuletzt für den TSV Münster-Gievenbeck in der 3. Liga aufgeschlagen. An der Ruhr-Uni hatte er die VVH-Spieler Brar Ketelsen und Laurin Hußmann kennengelernt und fand so den Weg nach Steele. Die eigenen Talente Sascha Schneider (20) und Tim Neufeld (21) ergänzen das Aufgebot.

Auf der Trainerbank hat sich auch etwas getan, denn Jens Bräkling macht den Job nun größtenteils alleine weiter, denn seine einstigen Assistenten Falko Hildebrand (Trainer der ersten Damenmannschaft) und Christoph Happe (Beruf) haben sich andere Schwerpunkte gesetzt.

Der Start in Giesen ist hammerhart, aber das stört Bräkling nicht: „Wir freuen uns darauf, dass es wieder los geht. Die Jungs haben richtig Bock. Und das ist das Wichtigste.“

waz.de

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