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VV Humann etabliert Tie-Break als Standard

veröffentlicht am

Eines kann man den Volleyball-Herren des VV Humann Essen bestimmt nicht vorhalten: Arbeitszeitverkürzung. Zum fünften Mal in bisher sieben Saisonspielen der zweiten Bundesliga Nord ging die Mannschaft in den Tie-Break. Gegen den favorisierten TSV Giesen Grizzlys II stand am Ende ein 2:3 auf der Anzeigetafel in der heimischen Wolfskuhle. Dafür gibt es immerhin einen Zähler für die Tabelle. Essen befindet sich unverändert in der Abstiegszone.

Wie schon in Neustrelitz kam die Start-Sieben des Gastgebers auf ein Durchschnittsalter von weniger als zwanzig Jahren. Diesmal allerdings übernahm der Gast die Initiative und gab sie im ersten Satz nicht mehr her. Vom VVH leichtfertig vergebene Aufschläge und Angriffe begünstigten das 19:25 zusätzlich.

Anders das Bild im zweiten Abschnitt: dank der zunehmend agileren Angreifer Tom Borchert und Lukas Prions führte Humann schnell 5:1 und 9:5. Die starke Abwehr brachte Giesen zwischenzeitlich wieder zurück ins Spiel (10:10), bevor Silber-MVP Luc Lüftner über Diagonal und der eingewechselte Mittelblocker Lucas Janscheidt mit zwei Assen das 25:18 sicherten.

Im dritten Satz schwappte das Momentum hin und her. Während die jungen Essener zunächst einfache Bälle überhastet vergaben, nutzten die Grizzlys ihre Dominanz am Netz durch Jannis Wehry und den späteren Gold-MVP Onno Möller zum 10:13. In dieser Phase überraschend, schien dem VVH ausgerechnet über die Mitte die Wende zu gelingen. Der sehr gut aufgelegte Arne Redder führte sein Team mutig zum 20:18. Unerklärlich riss der Faden erneut, so dass es aus VVH-Sicht ein unnötiges 22:25 gab.

Satz vier dominierten die Gastgeber bis auf die Anfangsminuten (5:7). Druckvolle Aufschläge brachten die ansonsten sichere TSV-Annahme in Schwierigkeiten. Taktisch klug spielte Humann in die Schnittstellen. Das überzeugende 25:18 ließ auf den ersten Heimsieg hoffen.

Im Tie-Break trieb der VVH nach sensationeller Rettungs-Aktion zum 3:2 die Stimmung unter den etwa dreihundert Zuschauern auf den Höhepunkt. Bis zum 10:9 hielt die Euphorie, bevor nach knappen und strittigen Ausball-Situationen beim 10:14 Ernüchterung einsetzte. Ein letztes Aufbäumen zum 12:14 half nicht, die 2:3-Niederlage zu verhindern. Wieder einmal verpasste das junge Humann-Team trotz positiven Ballverhältnisses (103:101) die große Überraschung.

Trainer Christoph Bielecki sieht nach dem Spielverlauf einerseits eins vergebene Chance, andererseits freut er sich über den unerwarteten Punktgewinn und die Leistung seiner Mannschaft: „Einen Tie-Break zu verlieren ist immer bitter. Trotz allem haben wir wieder gegen ein sehr gutes Team einen Punkt geholt und gezeigt, dass wir gegen viele Mannschaften in der Liga mithalten können. Der Trend zeigt definitiv in die richtige Richtung. Es war ein sehr gutes Spiel von uns. Vor allem der Auftritt als Einheit hat uns Trainer und das heimische Publikum überzeugt. Die Stimmung war fantastisch. Jetzt gilt der volle Fokus dem nächsten Wochenende, wo mit Lindow und VCO Berlin zwei Teams auf Augenhöhe warten.“

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