VV Humann fährt als Underdog in den Osten

15. Januar 2017

Gewinnt Humann am Samstag bei Favorit SV Lindow, lockt eine Partynacht in Berlin. Die Vorbereitung verlief aber unter erschwerten Bedingungen.

Zum zweiten Spiel des Jahres treten die Zweitliga-Volleyballer des VV Humann am Samstag (18 Uhr) beim SV Lindow-Gransee an.

Nachdem die Essener die vergangenen vier Begegnungen im Wechsel stets gewonnen und verloren haben, wäre nach dem Gesetz der Serie wieder ein Sieg an der Reihe. Das ist aber angesichts des Widersachers alles andere als eine Selbstverständlichkeit.

„Wenn das so einfach wäre, dann würde ich das sofort unterschreiben“, meint Humann-Trainer Jens Bräkling, der seine Mannschaft klar in der Außenseiterrolle sieht. Schließlich verfügen die Gastgeber über ein enorm routiniertes Team mit reichlich Erstliga-Erfahrung.

Gegner Lindow rollte zuletzt durch die Liga

Dass die Ostdeutschen zurzeit als Dritter fünf Punkte Rückstand zu Platz eins haben, liegt laut Bräkling lediglich daran, „dass sie quasi kalt in die Saison gestartet sind und deshalb zunächst eine Reihe von Zählern liegen gelassen haben“.

In den vergangenen Wochen ist der SVL jedoch gewaltig ins Rollen gekommen, hat sechs Begegnungen in Folge gewonnen, ehe er zuletzt in Bocholt beim 2:3 mal wieder eine Niederlage kassierte. „Eigentlich hatte ich erwartet, dass die Lindower kaum noch etwas abgeben. Aber in Bocholt sind sie wohl nicht in Bestbesetzung aufgelaufen“, so Jens Bräkling.

Humann ist auf der Suche nach einer Trainingshalle

Als Tabellensiebter liegen die Humänner momentan neun Punkte hinter Lindow zurück, und die Voraussetzungen dafür, dass sie diesen Abstand verringern, sind eher suboptimal.

„Seit Donnerstagnachmittag ist unsere Halle bei Dunkelheit gesperrt, da die Notfallbeleuchtung kaputtgegangen ist“, berichtet Jens Bräkling. Die Konsequenz: Der VVH kann seine Trainingsstätte zurzeit nicht nutzen. Nun soll es rund zwei Wochen dauern soll, ehe alles wieder funktioniert.

„Wir müssen jetzt irgendwie an eine Halle kommen, um uns auch auf die kommenden Aufgaben vorbereiten zu können“, meint der Essener Trainer. Eine Lösung für das dringliche Problem hat der Coach zurzeit aber nicht.

Bei einem Sieg lockt eine Party in Berlin

Besser sieht es indes in personeller Hinsicht aus. „Es fahren alle mit“, meint Bräkling, den Rückweg treten die Essener dann aber nicht gemeinsam an. „Für einen Teil geht es im Anschluss an das Spiel direkt nach Hause, der Rest bleibt über Nacht in Berlin“, so Trainer.

Und für eine ausgelassene Feier in der Hauptstadt wäre ein Überraschungserfolg wie beim 3:1-Sieg der Essener in der vergangenen Saison auch diesmal eine perfekte Grundlage.

waz.de

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