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Warum VV Humann neue Hoffnung schöpfen darf

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Der überraschende 3:2-Sieg in Warnemünde lässt den Optimismus auf den Klassenerhalt steigen. Das junge Essener Team macht Trainer Bach glücklich.

Und wieder hüpften die Humänner im Kreis und johlten: „Wir haben gewonnen, wir haben gewonnen…“. Der kurze Video-Clip, den der VV Humann nach dem überraschenden 3:2-Erfolg beim SV Warnemünde, postete, ließ ahnen, wie sich die Volleyballer des Essener Zweitligisten gerade fühlten. Sie freuten sich wie Bolle über diesen Coup, der ihnen die notwendige Gewissheit gibt: Die harte Arbeit im Training, Einheit für Einheit, all das lohnt sich offenbar. Der zweite Sieg in Folge nach dem 3:2 gegen Bocholt lässt auch wieder Optimismus zu, dass der VVH die Klasse halten könnte.

Dass die Steeler etwas Zählbares von der Ostsee mitnehmen könnten, daran hatten sie keinen Gedanken verschwendet. Zu selten hatte das in den Jahren zuvor geklappt. Auch in dieser Saison hatte man den Gastgeber in der Tabelle weit oben erwartet. Kein Gegner, mit dem man sich vergleichen müsste. Das 0:3 im Hinspiel in der Wolfskuhle fiel entsprechend deutlich aus. Aber das war Mitte September. „Und ist mit diesmal nicht zu vergleichen“, lobte Trainer Peter Bach.

Bach und sein Trainerteam haben sich zur Aufgabe gemacht, die Talente in den eigenen Reihen zu schulen, sie zu entwickeln, in der Hoffnung, dass irgendwann leistungsfähige Zweitliga-Spieler auf dem Feld stehen. Und diese Linie verfolgen sie mit aller Konsequenz, auch auf die Gefahr hin, dass am Ende der Abstieg stehen könnte, falls der Lernprozess nicht schnell genug vorangeht.

Aktuell sieht es aber gar nicht so schlecht aus, auch wenn die Stabilität natürlich noch zu wünschen übrig lässt. „Wir haben drei ganz starke Sätze gespielt, Satz zwei und drei waren allerdings nicht so toll“, fasst Bach zusammen. „Aber dass wir mit dieser Besetzung überhaupt dort gewinnen, das ist schon irre.“ Denn die Humänner mussten in Warnemünde ohne Fünf auflaufen. Vier Spieler in Quarantäne, Lukas Hußmann noch im Urlaub. Dafür durften wieder die Youngster ran.

Lukas Prions wurde wertvollster Spieler

Lukas Prions, in Warnemünde wertvollster Spieler, und Trainersohn Fynn Bach: beide 18 Jahre alt; Simon Schröder 19, Jannik Tertünte und Nick Wolschendorf jeweils 20. „Jünger geht nicht“, sagt Bach. Aber die Jungs sind fleißig und wollen vorankommen. Nach dem letzten Saisonspiel im Dezember hatten sie nicht pausiert, sondern durchtrainiert, waren sogar ein Wochenende lang im Trainingslager – schon da natürlich ohne ihre Corona-Fälle.

Die Vorzeichen waren dennoch mies, aber die Essener starteten durch und holten sich den ersten Durchgang „super deutlich“. Die Gastgeber, die zuvor dreimal in Folge verloren hatten, wirkten irritiert, legten aber den Schalter um und antworteten mit zwei überlegenen Sätzen. Zu allem Überfluss zog sich Humanns Hauptangreifer Jan
Holthausen eine Muskelverletzung zu und musste im dritten Satz raus.

Sätze zwei und drei waren „Vollkatastrophe“

Kein Wunder, dass Trainer Bach diesen Abschnitt als „Vollkatastrophe“ bezeichnete. Die erwartete Niederlage zeichnete sich ab. Peter Bach reagierte, wechselte noch einmal das Personal und besetzte die Positionen neu. Mit Erfolg, der vierte Abschnitt ging wieder deutlich an sein Team. „Und im Tiebreak waren wir dann im Flow.“

Die Humänner belegen als Tabellenzwölfter weiterhin einen Abstiegsplatz, aber die Konkurrenz davor, Schüttorf, Bocholt und Baden, ist in Reichweite. „Wir wollen zusehen, dass die Rückrunde sportlich interessant bleibt“, sagt Peter Bach bescheiden. Den Weg, den man eingeschlagen habe, werde man konsequent weitergehen. „Und wenn man den Auftritt in Warnemünde gesehen hat“, meint Trainer Bach zufrieden, „ist das anscheinend auch nicht ganz verkehrt.“

SV Warnemünde – VV Humann 2:3
Sätze: 22:25, 25:16, 25:13, 19:25,, 8:15
VVH: Prions (MVP), Wojtczak, Gawryluk, Bielecki, Bach, Tertünte, Gwisdalla. Wiesche. Janscheidt, Wolschendorf, Holthausen, Schröder
Spielminuten: 108

Quelle: Rolf Hantel, WAZ

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