Zuspieler Wojtczak findet die Lösung

20. November 2017

„Es war ein Befreiungsschlag“, sagte Trainer Jens Bräkling und schmunzelte. Nein, so dramatisch war die Situation für den VV Humann vor diesem Spiel in Braunschweig auch wieder nicht. Die Essener hatten zuvor zwar drei Pflichtspiele in Folge in den Sand gesetzt, doch die Tabellensituation ist nach wie vor komfortabel. Aber ein wenig waren sie schon aus dem Gleichgewicht geraten. „Deshalb war dieser Sieg wichtig“, betonte Bräkling mit Blick auf das kommende Wochenende. Die Humänner haben dann einen Doppelspieltag in der Wolfskuhle und hochkarätige Gäste. Am Samstag (19.30 Uhr) heißt der Gegner Lindow-Gransee und ist Tabellendritter, am Sonntag kommt VCO Berlin, der Zweite. „Das wird schwer, die sind gut unterwegs“, weiß der Coach.

Die Aufgabe in Braunschweig löste seine Mannschaft allerdings zuverlässig, obwohl Libero Mathäus Gawryluk (privat verhindert) und Niko Meyer (krank) ausfielen. Libero spielte schließlich Tim Dißmann.

„Die Essener machen kaum Fehler. Das liegt uns nicht unbedingt“, hatte USC-Kapitän Gottschall vor dem ersten Aufschlag festgestellt. Doch obwohl der VVH gut startete, dominierten die Gastgeber im ersten Satz nach einer guten Serie. Die Aufschläge kamen, die Blockarbeit funktionierte.

Jens Bräkling reagierte, brachte Zuspieler Thomas Wojtczak für Brar Ketelsen und Angreifer Jan Holthausen. Das passte. Wojtczak, bisher nicht so häufig am Ball, machte seine Sache so gut, dass er am Ende zum wertvollsten Spieler gekürt wurde. Auch mit Holthausen kam Sicherheit ins Spiel. „Weil er selbst aus schwierigen Situationen Punkte machen kann“, erklärt der VVH-Coach. Auch die Feldabwehr fand immer wieder eine Antwort auf die Braunschweiger Angriffe.

Die Niedersachsen gaben sich nicht auf, zeigten Moral. Beim 23:25 im dritten Durchgang kämpften sie sich in der Endphase trotz hohen Rückstands heran, in Satz vier führte Humann erneut und ließ sich auch dort nicht durch die Aufholjagd des Widersachers vom Weg abbringen.

USC Braunschweig – VV Humann 1:3

Sätze: 25:16, 19:25, 23:25, 22:25.

VVH: Lau. Hußmann, Wojtczak, Große-Westermann, Brar Ketelsen, Dißmann, Mücke, Th. Ketelsen, Wiesche, Lu. Hußmann, Holthausen, Hütte.

Spielzeit: 97 Minuten.

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