Zweitligist VV Humann muss wieder um Heimspiel bangen

16. Oktober 2018

Humänner landen dritten Saisonsieg. Fraglich ist nun, ob sie am Samstag in der Wolfskuhle spielen können. Der Hallenboden dort ist erneut kaputt.

Es war zwar eine lange Anreise, aber auch ein rundum gelungener Ausflug für den Volleyball-Zweitligisten VV Humann, der gegen den SV Warnemünde im dritten Saisonspiel auch den dritten Sieg landete. „Es hat wirklich Spaß gemacht, dort zu spielen“, sagt Trainer Jens Bräkling. Nicht nur wegen der zwei gewonnenen Punkte. „Warnemünde organisiert das immer richtig gut und macht ein kleines Event daraus. Das ist wirklich mal bundesligareif, das haben wir auch schon ganz anders erlebt.“ Und die Volleyball-Fans vor Ort wissen es auch zu schätzen. 400 Zuschauer sahen in der Rostocker Ospa Arena ein unterhaltsames und vor allem spannendes Duell, das fast zwei Stunden dauerte.

Zufrieden kehrten die Humänner also von der Ostsee zurück, doch schon am nächsten Tag war’s vorbei mit der guten Laune. In der Halle in der Wolfskuhle ist wieder einmal an einer Stelle der Boden eingesackt. Und wieder einmal muss der VVH zittern, ob das Heimspiel gegen den Aufsteiger TV Baden am kommenden Samstag (19.30 Uhr) dort stattfinden kann. Schon am zweiten Spieltag Mitte September mussten die Essener ihre Premiere gegen Mitteldeutschland kurzfristig absagen, weil eben jener Hallenboden eingebrochen war und die Handwerker mit der Reparatur nicht rechtzeitig fertig wurden. Schon damals unkten die Humänner, dass es nicht der letzte Schaden sein würde, weil der Boden einfach marode sei. Am Dienstag, so hieß es, solle der Schreiner kommen, eine offizielle Info der Stadt lag dem Verein allerdings am Montag noch nicht vor.

Sportlich wäre ein Spielausfall sehr unglücklich für die Mannschaft von Trainer Jens Bräkling, die bislang einen guten Eindruck hinterlassen hat. Auch in Warnemünde, wenn auch nicht über die gesamte Spielzeit. „Drei von fünf Sätzen waren gut“, sagt Bräkling. „In den ersten beiden haben wir brutal gut aufgeschlagen, und unsere Taktik ist ebenfalls sehr gut aufgegangen.“ Doch die obligatorische zehnminütige Pause sorgte dann für Rhythmusstörungen.

„Uns war klar, dass der Gegner sich nicht aufgeben würde“, so Bräkling. Die Gastgeber kamen entschlossen aus der Kabine, schlugen nun selbst sehr gut auf, so dass die Essener nicht mehr so viel Druck ausüben konnten. „Wir haben einiges probiert, aber keinen richtigen Zugriff mehr gehabt.“ Die Durchgänge drei und vier gingen klar an die Gastgeber, die als Tabellenletzter im vergangenen Jahr nur am Grünen Tisch (kein Absteiger aus der 1. Liga) die Klasse halten konnten. „Sie haben sich aber gut verstärkt und werden diesmal mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben“, glaubt Bräkling.

Im Tiebreak fand sein Team wieder zur Linie zurück, wobei der eingewechselte Jan Holthausen beim Stand von 12:11 mit zwei Assen den Weg zum Sieg ebnete. Zuvor hatte auf dieser Position Leo Große-Westermann (22) zwei Sätze lang seine Sache sehr gut gemacht. Als wertvollster Spieler wurde Libero Matthäus Gawryluk geehrt. „Er hat sich unheimlich gut entwickelt“, lobt der Trainer. „Vor allem bei der Feldverteidigung gibt er dem Team viel Stabilität.“

SV Warnemünde – VV Humann 2:3
Sätze: 18:25, 19:25, 25:14, 25:16, 11:15.

Spielzeit: 113 Minuten.
Zuschauer: 400.
VVH: Lau. Hußmann, Gawryluk, Große-Westermann, B. Ketelsen, Köfler, Th. Ketelsen, Mücke, Wiesche, Lu. Hußmann, Holthausen, Meyer, Hütte, Thomzik (n.e.).

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